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animago AWARD 2016, Sérgio Merêces, Cubus House Sunset

Preis für Architekturvisualisierung presented by DETAIL

Noch bis zum 19. Juli 2016 können Architekten und Visualisierer Ihre Renderings und Animationen einreichen. Die feierliche Preisverleihung findet im Münchner Gasteig am 27. und 28. Oktober 2016 statt.

Seit 1997 zeichnet der animago AWARD beeindruckende Produktionen in den Bereichen 3D Animation & Still, Visuelle Effekte und Visualisierung aus. Im Jahr 2015 haben Digital Artists aus 58 verschiedenen Ländern mehr als 1000 Beiträge eingereicht. 2016 feiert der animago AWARD sein 20. Jubiläum. Zu diesem Anlass wird es zusätzlich zu den bisher 10 Kategorien den von DETAIL präsentierten Architektur-Sonderpreis geben. Dabei bewertet die Jury Gestaltung, Projektkonzept und Gesamtkomposition.
Pro Kategorie werden drei herausragende Werke nominiert, die besten Arbeiten erhalten jeweils eine der begehrten animago-Trophäen.

Die Teilnahme am animago AWARD ist kostenfrei. Er bietet den Kreativen eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich innerhalb der Branche zu präsentieren und zu messen.

Wie gestaltet man Architekturvisualisierungen attraktiver und effizienter?

Das gestalterische Spektrum an Architekturvisualisierungen wird immer breiter. Je nach Aufgabenstellung und Zielgruppe empfielt es sich, die Präsentation auf eine nüchterne Darstellung zu beschränken, um komplexe Inhalte einfach verständlich zu machen. In anderen Fällen empfielt es sich die Projekte durch emotionale Bilder photorealistisch in Szene zu setzen. Doch wie geht das? Wie erreicht man die perfekten Texturen von Pflanzen und Oberflächen, wie kann ich ein möglichst stimmungsvolles Licht kreieren?
Ein Meister seines Faches ist der der Computer-Graphics-Artist Sérgio Merêces vom »Merêces Arch & 3D Design Studio«, das im portugiesischen Evora seinen Sitz hat.

In seinem Tutorial in der internationalen Fachzeitschrift Digital Production erklärt er am Beispiel des Cubus House Schritt für Schritt wie er seine Renderings aufbaut.

Sérgio Merêces ist aber nicht nur für seine herausragende Architekturvisualisierungen bekannt, sondern auch im Social-Media-Bereich erfolgreich unterwegs. Er nutzt die volle Bandbreite der Social-Media-Kanäle aus, um seine Architekturvisualisierungen zu veröffentlichen und zu promoten und hat damit über 30 000 Facebook fans. Der CG-Artist erklärte uns, welche Vorteile Social-Media-Marketing für seine Arbeit hat und wie andere Artists oder Studios es ebenfalls einsetzen könnten.

DP: Du bist mit deiner Arbeit auf Facebook, Twitter, Vimeo, Youtube, Flickr, Behance und Picasa und versendest einen sehenswerten Newsletter. Warum denkst du, ist es wichtig für Artists oder Studios auf diesen Kanälen vertreten zu sein?
Sérgio Merêces: Um unsere künstlerische Arbeit zu bewerben gibt es heutzutage ganz klar keinen besseren Weg, als die Social-Media-Netzwerke zu nutzen! Die wichtigsten für 3D-Artist sind derzeit Facebook, Twitter, Flicker und Behance. Das Netzwerk der Fans und Follower unterstützt die Arbeit und den Bekanntheitsgrad eines Artists sehr. Außerdem erhält man ein direktes Feedback, denn wenn die Fans meine Arbeit mögen, teilen sie diese und ich kann noch mehr Leute durch meine Werke inspirieren.

Wie unterscheiden sich die einzelnen Kanäle voneinander, was gilt es spezifisch zu beachten?
Jeder Kanal ist eine eigene Aufgabe für sich: Facebook nutze ich wie einen Blog, auf dem ich meine neuesten Arbeiten poste, Tutorials veröffentliche und Tools oder Plug-ins vorstelle, die ich nutze. Twitter dagegen verwende ich lediglich für tägliche News, in denen ich bekannt gebe, woran ich gerade arbeite. Behance ist dagegen eine Art digitales Schaufenster für die Branche.

Was ist für einen erfolgreichen Newsletter wichtig, um nicht als Spam zu enden?
Ich nutze den Newsletter nur einmal im Monat, um meinen Kunden die aktuellen Arbeiten des Monats zu zeigen. Sie sehen meine Bilder immer gerne, aber wenn ich sie einmal wöchentlich rumschicken würde, wären sie sehr schnell gelangweilt.

Da du ja deine Bilder alle online veröffentlichst: Hast du keine Problem mit Bildraub oder der Verteidigung deines Urheberrechts?
Doch, leider gibt es Leute, die meine Arbeit stehlen und sogar als ihre eigene ausgeben! Ein Unternehmen, das in der gleichen Industrie wie ich tätig ist, hat sogar mal mein Firmen-Logo selber verwendet. Was diese Leute vergessen, ist, dass die Welt durch das Internet sehr klein geworden ist und früher oder später der Diebstahl auffällt.

Was unternimmst du in einem solchen Fall?
Ich kontaktiere diese Leute und bitte sie, das Bild zu entfernen – das ist die einfachste Lösung. In allen Fällen machten mich meine Follower auf den Diebstahl aufmerksam und unterstützen mich. Sie schickten ebenfalls Mails an das jeweilige Unternehmen, mit der Bitte, nicht meine Arbeit zu verwenden. Bei dem Fall mit einer französischen Firma, die mein Logo geklaut hat, habe ich sie im ersten Schritt ebenfalls kontaktiert, musste aber schließlich einen Anwalt einschalten. Danach haben sie ihr Logo geändert.
 
Wie viel Zeitaufwand ist die Social-Media-Pflege für dich?
Ich investiere jeden Tag durchschnittlich eine Stunde Zeit dafür, inklusive meinem Email-Verkehr. Es hält sich also in Grenzen.

Eine Zahl von 30.000 Facebook-Fans ist beeindruckend. Wie hast du diese erreicht?
Ich habe meine Arbeiten regelmäßig in Facebook-Gruppen gepostet sowie in 3D-Online-Portalen. Als ich dann in den letzten Jahren mehrere Awards gewann und in der Branche immer bekannter wurde, wuchs die Fanzahl kontinuierlich von alleine. Die Leute interessieren sich inzwischen für meine Arbeit, wollen davon lernen und sich Dinge abschauen.

Welche Tipps hast du für andere Artists, um die Kanäle erfolgreich zu nutzen?
Ehrlich gesagt ist es ganz einfach: Man muss interessante und sehenswerte Arbeiten haben. Dann sollte man den Leuten etwas beibringen wollen und Tipps und Tricks der eigenen Arbeit verraten, sodass die Follower durch deine Arbeit einen Nutzwert haben.

Welches Tool nutzt du, um deine Social-Media-Kanäle zu managen?
Ich verwendet hootsuite.com, damit verwalte ich meine Online-Auftritte.
 
Was ist dein aktuelles Projekt?
Ich versuche mir derzeit etwas Zeit zwischen meinen Industrie-Projekten frei zu schaufeln, um mal wieder ein Privatprojekt realisieren zu können. Mein letztes war das »Gardenia House« (siehe auch DP-Ausgabe 02/14) und das ist schon zwei Jahre her.

Weitere Architekturrenderings finden Sie auf der Digital Production Bildergalerie:
animago Still-Galerie-Innenarchitektur
animago Still-Galerie-Architekturvisualisierungen

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