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productsforbim – Herstellerinitiative Bauprodukte digital

Gebaut wird mit realen Produkten, Systemen und Materialien. Diese bringen vor allem durch ihre Kombinationen im Gebäudegefüge mannigfache und komplexe Fragestellungen mit sich. Durch ihr digitales Abbild im virtuellen Gebäudemodell und die Nutzung der realen Produktdaten in der Planung kann man mit BIM die Qualität des Bauablaufs und im Anschluss den Baubetrieb entscheidend beeinflussen. Hier stehen die Baustoffhersteller vor großen Herausforderungen. Passende Produkte müssen entwickelt und bereit gestellt werden, die in Formaten für alle Systeme geliefert werden, die von allen verstanden werden – wobei der Aufwand nicht größer sein darf als im klassischen Planen mit konventionellen CAD-Tools. »Ohne herstellerspezifischen Content, ist das Thema BIM nicht machbar.« bringt Johannes Reischböck, Geschäftsführer BIMobject Deutschland GmbH das Thema auf den Punkt. »Man kann keine Türe planen ohne zu wissen wie groß diese ist, wie die Befestigung aussieht, wohin sie aufschlägt oder welche Brandschutzklasse sie hat. Es bedarf valider Herstellerinformationen, damit keine Änderungen in letzter Minute den Bauablauf behindern.«

Herstellerinitiative »productsforbim«

Mit dem Ziel, praxiskonforme digitale Produktdaten und Services zu gestalten, wurde die Herstellerinitiative »productsforbim« gegründet, der zur Zeit die Unternehmen Dormakaba, Forbo, Hilti, Hörmann, Jansen, Knauf, Xella und Schüco angehören. Neben der Sicherstellung der praxisnahen Implementierung von digitalen Herstellerinformationen, um die digitalen Prozesse für Planer, Verarbeiter, Produkthersteller und Betreiber von Gebäuden voranzutreiben, stehen der Austausch von Informationen und Erfahrungen, die Vernetzung zwischen Herstellern und Kunden sowie die Erweiterung digitaler Wertschöpfungsketten im Fokus.

»Die Grundvoraussetzung hierfür sind geordnete Daten, über die nur wir als Urheber die Hoheit und damit auch die Verantwortung haben.« betont Markus Heße, Head of International Product Management, Xella Baustoffe, die Relevanz valider Daten, sowohl in der Datenqualität als auch in der Planungsebene. Das Verständnis hierfür ist eine große Herausforderung. Der Apell nach einer Abstimmung mit den Nutzern kommt auch aus der Architektenschaft, um durch eine Einheitlichkeit der Daten unnötige Fleißarbeit zu vermeiden. Martin Peukert, Team Manager Architects Data bei Schüco, sieht in der BIM Methode keinen Selbstzweck, sondern eine Verpflichtung zu einem optimalen Ergebnis: dem gebauten, realen Gebäuden sowie dessen optimalen Nutzungseigenschaften im Gebäudebetrieb gegenüber. »Das Rad muss für oder wegen BIM nicht komplett neu erfunden werden, es geht eher darum die Praxis durch digitale Methoden und Werkzeuge zu unterstützen und die teils noch sehr versteckten Potenziale zu heben. Hier setzt die Herstellerinitiative an, die Entwicklung zu begleiten und zu moderieren. In jedem Fall aber in die Praxis zu überführen.« 

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