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PUU-BO von BIG bei Holzbauwettbewerb auf erstem Platz

Das Kopenhagener Büro teilt sich bei "E2 – Timber Development Competition: Economy and Ecology" den Sieg mit einem deutschen Projekt-Team. Die Jury war von beiden Konzepten gleichermaßen überzeugt.

PUU-BO
Rendering: Sicht vom Fluss auf das neue Quartier

Die finnische Stadt Kouvola möchte unter dem Titel „Wood-Inno“ zu einem Zentrum des modernen Holzbaus aufsteigen und hat als Initialzündung den Wettbewerb „E2“ (Ecology + Economy) durchgeführt. Gesucht wurden Konzepte für mehrgeschossigen Wohnungsbau aus industriell vorgefertigten Holzelementen, welche den steigenden Umweltschutzanforderungen gerecht werden. Holz als Baustoff liegt den Finnen nicht nur aufgrund der eigenen Ressourcen. Neben deutlich niedrigeren Emissionen im Verarbeitungsprozess lässt sich damit auch die Energieeffizienz der Gebäude steigern.

Für das Pionierprojekt wurde ein neues Wohnquartier mit einer Fläche von 15000 qm am Flussufer der Stadt ausgewiesen, das einen wunderschönen Blick bietet und auch einen Park umfasst. Das Quartier soll künftig als Musterbeispiel gelten, leicht zu replizieren und – für den Export – den lokalen Gegebenheiten im nord- und osteuropäischen Raum anzupassen.

BIG versuchte, sein Konzept „PUU-BO“ für die vorgefertigten Bauteile in der Anwendung so flexibel und im Materialverbrauch so effizient wie möglich zu gestalten. Das System lässt sich für jeden Gebäudetypus leicht adaptieren – vom Bürogebäude bis zum Hochhaus - und öffnet damit den Spielraum für künftige Entwicklungen. Grundlage hierfür ist die Verschmelzung industrieller Fertigung und der Technologie im Holzbau, dabei orientierten sich die Planer am Konzept "DOM-INFO" von Le Corbusier.

Adaption DOM-INO / PUU-BO

PUU-BO ermöglicht verschiedene Gebäudetypen, vom achtgeschossigen Apartment-Block bis hin zu niedrigen Stadthäusern mit gemeinsamen Innenhöfen.

Gebäudetypologie

Der Entwurf für Kouvola passt die Bebauung der Kontur der Landschaft an und erschafft halb-private Nischen, die direkt mit dem Park verbunden sind. Die Höhe der Gebäude variiert und setzt im Verlauf drei „Gipfel“. Die Nischen sind von den niedrigeren Gebäuden umschlossen, sodass die dort gelegenen Eingangsbereiche mehr Behaglichkeit ausstrahlen. Die Bereiche mit dem besten Blick, zählen die meisten Geschosse und Apartments. Die Dachterrassen sind von den Penthouse-Apartments zugänglich. Alle Wohneinheiten im Erdgeschoss verfügen über einen eigenen, kleinen Garten mit direktem Zugang aus der Wohnung.

Gelände
gefordertes Volumen
Anpassung an Topografie, Bildung der Nischen
Definition der Gebäudehöhen
Blickrichtungen
 

uf beiden Seiten der Wohnanlage verbinden Fußwege Gärten, öffentlichen Park und Autoparkzonen. Die Fußwege vernetzen sich mit anderen öffentlichen Wegen, sodass das Quartier in sein Umfeld aus Fluss, Park und benachbarten Vierteln eingebunden wird. Zur Belebung sind Spielplätze, Sportanlagen und eine öffentliche Sauna am Fluss vorgesehen.

Fußwege

Die Preisverleihung fand am 15. März 2011 statt. Dabei wurden sowohl BIG als auch ein deutsches Projekt-Team als Sieger gekürt.

BIG arbeitete zusammen mit: Pirmin Jung Engineers for Wood Constructions (CH), AOA Anttinen Oiva Architects Ltd (FI), Vahanen Engineers (FI) und Stora Enso (FI).

Die Stadt Kouvola führte den Wettbewerb „E2“ Kooperation mit folgenden Partnern durch: Finnish Forest Industries association, Finnish Forest Foundation, Finnish Funding Agency for Technology and Innovation SITRA, KSS-Energia Oy und Regional Council of Kymenlaakso.

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