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Verbandszentrale in Mexiko, 3 ME Arquitectura, Foto: Luis Young

Pyramiden für die Wasserwirtschaft: Verbandszentrale in Mexiko

In Zentralmexiko ist Wasser ein besonders kostbares Gut. So siedelten sich viele landwirtschaftliche Betriebe am Fluss Lerma in der Region Salvatierra an. Aber auch anderorts in Mexiko sind die Wasserreserven knapp. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm der Staat die Kontrolle über die Verteilung des Wassers und gründete die Nationale Wasserkommission CNA. Diese übertrug den Betrieb der landwirtschaftlichen Bewässerungssysteme dezentralen bäuerlichen Verbänden. Einer davon ist die Asociación de Productores Agrícolas del Módulo de Riego, der rund 70 Gemeinden umfasst. Für dessen Hauptsitz entwarf das mexikanische Architekturbüro 3 ME Arquitectura einen Gebäudekomplex aus geometrischen Formen vernakulär anmutender Architektur. Die Organisation fördert die Werte der Region, schafft Arbeitsplätze und kümmert sich um die Belange der Landwirte. So lag es nahe sich von traditionellen Gebäuden der Region inspirieren zu lassen.
Zwei pyramidenförmigen Mehrzweckgebäude bilden das Eingangsportal. Die Architekten nahmen hier formal Anleihen an örtliche Getreidesilos und verliehen dem Komplex mit den roten Türmen einen ganz eigenen Charakter. Durchschreiten die Besucher dieses bauliche Portal gelangen sie in einen Hof mit einem flachen, langen Wasserbecken und einem u-förmigen Gebäude, in dem Empfang, Büros und Auditorium untergebracht sind. Die schattigen Arkaden rund um den Hof und der niedrige Baukörper erinnern an die typischen mexikanischen Haciendas (Gutshöfe). Eine einheitliche Verkleidung mit roten Ziegeln unterstreicht die formale Strenge des Formenspiels. Lediglich die Arkaden aus Sichtbeton geben dem Komplex einen modernen Anstrich. Auch bei den Außenanlagen legten die Architekten ihr Augenmerk auf eine sorgfältige Gestaltung: Grobe Steinböden wechseln sich mit hellem Plattenbelag ab, einzelne Bereiche sind bepflanzt. 

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