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Link-Arc, school, China

Raumfluss im Hochhausviertel: Schulkomplex von Link-Arc in Shenzhen

Auf mehr als 50.000 m2 Geschossfläche vereint die von dem Immobilienentwickler China Resources Land finanzierte Nanshan Foreign Language School (NSFL) in Shenzhen alles, was ein modernes Schulzentrum benötigt: Klassen- und Fachklassenzimmer für die Grund- und Mittelschule, eine Turnhalle, ein Hallenbad, eine Bibliothek, eine Mensa und Freiflächen für Spiel und Sport. Hinzu kommt ein Trakt mit Bettenzimmern für rund 1/3 der Lehrer und Angestellten, die nicht täglich nach Hause pendeln. Insgesamt ist der Schulkomplex auf rund 3000 Schüler ausgelegt, davon etwa 1200 Grund- und 1800 Mittelschüler.

Der Neubau der NSFL bildet den Schlussstein einer jahrzehntelangen Entwicklung, innerhalb derer sich das Gebiet von einem industriell geprägten Außenbezirk der Stadt zu einer veritablen »Vertical City« gemausert hat. Dabei steht die Architektur des Schulzentrums im krassen Kontrast zu den umgebenden Hochhäusern. Seine drei- bis sechsgeschossigen Riegel umfließen gleichsam den deutlich höheren Bestand und passen sich so dem unregelmäßigen Zuschnitt des Restgrundstücks an. Teils ebene und teils prismatisch geformte Brise-soleils aus weißen Aluminium-Lochblechen vor den Fassaden Horizontale. Zwischen den Gebäuden sind auf unterschiedlichen Ebenen Höfe und Terrassen entstanden, die in der Grundschule im Nordosten einen eher privaten, in der Mittelschule weiter südwestlich dagegen einen deutlich offeneren Charakter annehmen. Zwei Sockelgeschosse mit der Eingangshalle, der Mensa, einem großen Auditorium sowie der Bibliothek verbinden die Klassenzimmertrakte mit den südlich vorgelagerten Solitärbauten der Turnhalle und des Schwimmbads. Auf dem Vorplatz daneben und auf dem Dach der Turnhalle wurden Fußball- und Basketballfelder angelegt. Angesichts des tropischen Klimas von Shenzhen war den Architekten eine gute Balance aus Tageslichtnutzung und Verschattung besonders wichtig. Um die Kubatur der Baukörper mit ihren Terrassen und Auskragungen sowie die Geometrie der Verschattungselemente zu entwickeln, bedienten sie sich dynamischer Tageslicht- und Strahlungssimulationen.

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