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Repräsentativer und nachhaltiger Industriebau in kombinierter Bauweise



Alho, Modulbauweise, Bürogebäude, Lichtenberg, Morsbach
Fotos: Alho/Martin Laessig

Da das Unternehmen Jahr für Jahr Hunderte von Kunden von der schnellen, wirtschaftlichen, funktionalen, EnEV-gerechten und nicht zuletzt flexiblen Bauweise überzeugt, lag es nahe, auch beim eigenen Firmensitz auf die Modulbauweise (des Mutterkonzerns Alho) zu setzen.

Das Gebäude besteht aus drei Baukörpern, die ihre unterschiedlichen Nutzungen nach außen durch verschiedene Fassadenelemente zeigen. Der wichtigste Parameter für die rechteckige Gebäudeform und die Anordnung der Funktionen besteht in der detaillierten Analyse der betrieblichen Abläufe im Unternehmen: An der großen, zentralen Montagehalle sind beidseitig die weiteren Funktions- und Gebäudebereiche angegliedert: der Büro-, Verwaltungs- und Sozialtrakt im Südwesten und im Nordosten die Instandsetzungshalle mit Schlosserei, Waschanlage, Lackierkabine, Lager- und Technikbereich.


Alho, Modulbauweise, Bürogebäude, Lichtenberg, Morsbach

In der Konstruktion des Gebäudes kombinierten der Bauherr und das Architekturbüro LHVH aus Köln zwei Bauweisen intelligent miteinander: den dreigeschossigen Bürokörper bilden 46 Stahlrahmen-Module. Für eine angenehme Innenraumatmosphäre sind die Büro- und Gemeinschaftsräume u.a. mit hochwertigem, massivem Stäbchenparkett ausgestattet. Während die Module für den Verwaltungstrakt schnell, auf höchstem technischen Niveau und dabei auch gestalterisch anspruchsvoll in Büroräume verwandelt werden konnten, war die wichtigste Anforderung an die Halle eine große Spannweite. Hierfür wälten die Planer Betonfertigteilstützen und -binder mit rund 25 m Länge. Die feuerbeständige Trennwand zwischen den beiden Gebäudeteilen besteht aus Betonfertigteilen.

Alho, Modulbauweise, Bürogebäude, Lichtenberg, Morsbach

Für den Architekten Frank Holschbach hat die 11 m hohe Halle mit ihren transluzenten, raumhohen Profilglaselementen jedoch weit mehr als nur funktionale Qualitäten. Und auch die in der Fassade verwendeten Materialien verbinden Ästhetik mit Funktionalität und erzeugen so ein stimmiges Gesamt-bild: Die Module des Büroriegels und Teile der Wartungshalle sind mit horizontalen, schwarz beschichteten Metallkassetten verkleidet, die zum Teil durch hellgraue Fensterbänder strukturiert werden. Die 6 m hohen, rauen Sichtbetonwände der Instand­setzungshalle bilden einen starken Kontrast zu den beinahe edel wirkenden Metallkassetten und bieten einen optimalen Rammschutz für den alltäglichen Werksbetrieb mit dem Rangieren der Container. Sechs große Sektionaltore in der Montagehalle ermöglichen nicht nur die reibungslose Anlieferung und den Abtransport der Container, sondern mit ihrer bodentiefen Verglasung auch den Ausblick nach draußen.

Großer Wert wurde bei dem neuen Firmen­standort auch auf die rundum nachhaltige Umsetzung des Gebäudes gelegt. Dazu gehören erstens die zu 100 % recycelbaren Module von Alho, zweitens die Minimierung von Wärmeverlusten durch Transmission und Lüftung gemäß EnEV 2009, drittens die Reduzierung von CO2-Emissionen durch eine effiziente Anlagentechnik und viertens die Nutzung regenerativer Energien nach dem EEWärmeG. Bei der Planung orientierte sich der Bauherr dabei an den Vorgaben des DGNB-Zertifikats in Silber – und war selbst überrascht, wie mühelos sie erfüllt werden konnten.  

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