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Zukunft des Bauens 2019, Berlin, Ressource Bestand, Veranstaltung

»Ressource Bestand«, Berlin // Programm

Den Wert des Alten zu schätzen und als Ausgangspunkt für Neues zu nutzen, ist die Basis für das Bauen im Bestand. Besonders in hoch verdichteten Regionen sind Umbau, Umnutzung und Nachverdichtung von Gebäuden und Arealen eine absolute Notwendigkeit. Neben der Möglichkeit durch Wiederverwendung und Wiederverwertung Kosten und Ressourcen einzusparen, besteht die Chance mit reduzierten Mitteln hohe bauliche Qualitäten zu erzeugen – in funktionaler, technischer und gestalterischer Hinsicht.

Vertreter aus Architekturbüros, der Forschung sowie der öffentlichen Hand sprechen am 09. April 2019 in Berlin über aktuelle Entwicklungen und präsentieren richtungsweisende Bauvorhaben sowie Forschungsprojekte zum Thema »Ressource Bestand – Umbau, Sanierung, Recycling«.

DETAIL research lädt gemeinsam mit der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) interessierte Architekten und Planer ein gemeinsam über die Zukunft des Bauens zu diskutieren.


REFERENTEN und PROGRAMM

15:30 Uhr      Der Bestand: heute Haus – morgen Rohstoff?
Claus Asam | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Berlin

16:00 Uhr      Grenzen der Bestandspflege – Wohlstand und Neubau
Prof. Clemens Deilmann | Leiter des Forschungsbereichs Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.

16:30 Uhr      Umnutzung: Von der Zahnklinik zum Studierendenwohnhaus
Axel Knabe | Arbeitsgemeinschaft Baukonsult-Knabe, Stadelmann, Plandrei, Erfurt

17:00 Uhr     Pause

17:30 Uhr     Bestand und Verdichtung
Julian Breinersdorfer | Julian Breinersdorfer Architektur, Berlin

18:00 Uhr     Dresdner Kulturpalast – der lange Weg zur Premiere
Christian Hellmund | Associate Partner, Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Berlin

ca. 19:00 – 20:00 Uhr     Get-together  

Moderation: Katja Reich

Änderungen vorbehalten


FORTBILDUNGSPUNKTE
Mitglieder der Architektenkammer Berlin können mit der Teilnahme an dieser fachbezogenen Veranstaltung 4 Fortbildungspunkte erwerben.
Die Veranstaltung ist außerdem von der Brandenburgischen Architektenkammer als Fortbildungsveranstaltung für das Themengebiet »Baupraxis« anerkannt.


ANMELDUNG
In meiner verbindlichen Anmeldung sind Getränke und Snacks enthalten. Damit ich die Leistungen kostenlos in Anspruch nehmen kann, stimme ich zu, DETAIL mind. 3 Tage vor der Veranstaltung schriftlich zu benachrichtigen (events@detail.de), falls ich wider Erwarten nicht teilnehmen kann.
Sollte ich danach unerwartet verhindert sein und nicht durch einen Kollegen oder befreundeten Architekten vertreten werden, zahle ich anteilige Stornierungskosten von 30 Euro.

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien unter detail.de/datenschutz.

Kurze Werbepause

ZUR ANMELDUNG

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PARTNER DER VERANSTALTUNG

Zukunft des Bauens 2019, DETAIL research, Berlin, Partner, Sponsoren

VORTRÄGE UND REFERENTEN

Claus Asam, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Der Bestand: heute Haus – morgen Rohstoff?

Weitere Informationen folgen in Kürze.
 

Zukunft der Bauens, DETAIL research, Referent, Berlin, Prof. Clemens Deilmann

Foto: zur Verfügung gestellt von Prof. Clemens Deilmann

Prof. Clemens Deilmann, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.
Grenzen der Bestandspflege – Wohlstand und Neubau

Das Paradigma »Umbau vor Neubau« ist Alltagspraxis, aber nicht alle umwelt- und wohnungspolitischen Ziele lassen sich mit der Ertüchtigung des Bestandes erreichen. Qualitative Nachfrageveränderungen und Wanderungsbewegungen der Haushalte werden – wie derzeit an den Großstädten zu sehen – die Neubautätigkeit ankurbeln und andernorts zum Leerstand im Gebäudebereich führen. Der Beitrag wird anhand von Beispielrechnungen illustrieren, welche Auswirkung eine reduzierte Neubautätigkeit auf Flächen- und Rohstoffinanspruchnahme hat, was dies für das Durchschnittsalter des Gebäudebestandes bedeutet, welchen Baumaterialeinsatz eine reine Bestandserhaltung erfordert, wieviel Primärrohstoffe wir trotz optimistischer Recyclingraten jedes Jahr benötigen werden und wie groß der Material-Grundumsatz einer steady state economy sein wird. Die Ressource Bestand braucht Ressourcen.

Prof. Dipl.-Ing Clemens Deilmann studierte in Aachen und London Architektur und spezialisierte sich schon in den 80er Jahren auf umweltbewusstes Bauen. Als Architekt war er drei Jahre in Kolumbien tätig, anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt (Leitung mehrerer Forschungsprojekte). 1992 wechselte er nach Dresden an das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. Hier leitet er seit 2009 den Forschungsbereich »Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen« und ist Honorarprofessor für »Nachhaltiges Bauen« an der HTW Dresden.

 

Zukunft der Bauens, DETAIL research, Referent, Berlin, Axel Knabe

Foto: Vita Knabe Susann Nürnberger

Axel Knabe, Arbeitsgemeinschaft Baukonsult-Knabe
Umnutzung: Von der Zahnklinik zum Studierendenwohnhaus

In unmittelbarer Nähe zum Erfurter Universitätscampus und dem Helios-Klinikum befindet sich das 12-geschossige Gebäude in Stahlbetonskelettfertigbauweise, dass von 1975 bis 2005 als stomatologische Klinik genutzt wurde. Der zwischenzeitliche Leerstand betrug 12 Jahre. Als zukünftiger Standort für studentisches Wohnen im unmittelbaren Campusbereich beauftragte das Thüringer Studierendenwerk den Sieger des Wettbewerbsverfahrens die ARGE baukonsult-knabe-stadelmann-plandrei mit der Umnutzungskonzeption des Gebäudes unter Bezugnahme des Forschungsprogrammes: Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen. Das bestehende Gebäude lässt auf Grund seiner statischen Konstruktion eine hohe Flexibilität der geplanten Nutzung zu, so dass ein differenziertes Wohnungsgefüge entwickelt wurde. Im 10.Obergeschoss werden zusätzliche Kommunikations- und Veranstaltungsbereiche angeordnet, die einem multifunktionalen Anspruch gerecht werden. Sämtliche Wohn- und Nutzungsbereiche werden barrierefrei erreichbar sein, so dass Menschen mit Handicaps ohne Einschränkungen am Gemeinschaftsleben teilhaben können. Das modulare Wohnungsgefüge weist eine strukturierte Systematik auf. Somit ist nicht nur im Herstellungsprozess (Nutzung der bestehenden Rohbausubstanz), sondern auch im nachfolgenden Nutzungsprozess eine Vereinheitlichung gegeben, die den Unterhalt des Gebäudes positiv beeinflussen wird.

Axel Knabe studierte von 1996 bis 2000 Architektur an der Fachhochschule Erfurt. Im Jahr 2000 gründete er zusammen mit Frank Knabe das Büro baukonsult-knabe GmbH, bei dem er Gesellschafter und Geschäftsführer ist. Seit 2002 ist das Büro bei der Architektenkammer Thüringen eingetragen. Axel Knabe ist zudem seit 2006 zertifizierter Energieberater.
 

Zukunft der Bauens, DETAIL research, Referent, Berlin, Julian Breinersdorfer

Foto: zur Verfügung gestellt von Julian Breinersdorfer

Julian Breinersdorfer, Julian Breinersdorfer Architektur
Bestand und Verdichtung

Im Vortrag wird ein neuartiger, evolutionärer Flächennutzungsplan vorgeschlagen, mit dem in Berlin Wohnraum für ein Fünftel der Stadtbevölkerung geschaffen werden kann. Anders als bei üblichen großflächigen Bebauungskonzepten müssen Bestand und Bewohner nicht weichen. Der Wohnraum kann stattdessen aus einer bestehenden Stadttypologie herausentwickelt werden. Entstehen würde eine neue Art sehr kleinteiliger Kieze mit einer diversen Bebauungsstruktur. einfuenftelmehr.berlin

Julian Breinersdorfer ist Architekt und Urbanist in Kreuzberg. Er hat bei Zaha Hadid gearbeitet und danach ein Büro in Berlin eröffnet. Neben Projekten in Lissabon, Kigali und Teheran hat er in Berlin die Factory in Mitte, die Berlinrepräsentanz der deutschen Börse, und die Erweiterung der Gertrudshöfe gebaut. Sein Rechercheprojekt über Urbanisierung und Bevölkerungswachstum »Utopolis« wurde im Rahmen der TEDx Konferenz in Berlin veröffentlicht.

Zukunft der Bauens, DETAIL research, Referent, Berlin, Christian Hellmund

Foto: zur Verfügung gestellt von Christian Hellmund

Christian Hellmund, Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Dresdner Kulturpalast – der lange Weg zur Premiere

Der Umbau und die Sanierung des Gebäudes umfassten den Neubau eines Konzertsaales für 1.800 Besucher im Kern des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes. Dabei wurde die originäre Bausubstanz rekonstruiert und in die Neugestaltung integriert, die Fassaden wurden energetisch saniert.  Während der Bau als herausragendes Beispiel der DDR-Moderne äußerlich weitgehend entsprechend dem Ursprungszustand von 1969 wiederhergestellt ist, sind im Inneren in der räumlichen Organisation und der Erschließung neue Akzente gesetzt worden. Mit der Neukonzeption des Kulturpalastes verfügt Dresden nun nicht nur über einen Konzertsaal von internationalem Rang, sondern auch über ein konzeptionell offenes Haus der Kultur und des Wissens sowie einen Ort der zwanglosen bürgerschaftlichen Begegnung und Kommunikation, der an die gelebte Tradition des Gebäudes anknüpft.

Christian Hellmund, geb. 1975 in Sömmerda, Dipl.-Ing. Architekt, seit 2009 im Büro von Gerkan, Marg und Partner, Projektleitungen u.a. Modernisierung/Umbau Kulturpalast Dresden, Sanierung und Umbau der Stadthalle Magdeburg, Neubau Probebühnenzentrum des Deutschen Theaters, Berlin, Neubau Interimsphilharmonie München.

 

ALLE VERANSTALTUNGEN IM ÜBERBLICK

Berlin, 09. April 2019
Ressource Bestand – Umbau, Sanierung, Recycling

Köln, 09. Mai 2019
Bauen Digital – Methoden und Strategien für Planungs- und Bauprozesse

München, 18. Juli 2019
Hybride Konstruktionen – Herausforderungen und Chancen

Hamburg, 12. September 2019
Vision Bau: Materialien, Technologien, Produkte

Frankfurt, 24. Oktober 2019
Kostengünstiger Wohnungsbau – Konzepte für Mensch und Architektur

PARTNER DER VERANSTALTUNG

Zukunft des Bauens 2019, DETAIL research, Berlin, Partner, Sponsoren, BAU 2021

BAU 2021

Die BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, ist die größte und bedeutendste Veranstaltung der Branche. Die nächste BAU findet vom 11. bis 16. Januar 2021 auf dem Gelände der Messe München statt. Erwartet werden rund 2.200 Aussteller aus rund 45 Ländern sowie mehr als 250.000 Besucher aus aller Welt. Auf 200.000 m² Fläche – das Gelände ist seit Jahren komplett ausgebucht – präsentiert die BAU in 18 Messehallen Architektur, Materialien und Systeme für den Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau im Neubau und im Bestand. Sie führt, weltweit einmalig, alle zwei Jahre die Marktführer der Branche zu dieser Gewerke übergreifenden Leistungsschau zusammen. Das Angebot ist nach Baustoffen sowie nach Produkt- und Themenbereichen gegliedert. Die BAU spricht alle an, die mit der Planung sowie mit dem BAU und dem Betrieb von Gebäuden aller Art zu tun haben. Mit mehr als 65.000 Planern ist die BAU zugleich die weltgrößte Fachmesse für Architekten und Ingenieure. Die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen des Rahmenprogramms, darunter hochkarätige Foren mit Experten aus aller Welt, runden das Messeangebot ab.

Zukunft des Bauens 2019, DETAIL research, Berlin, Partner, Sponsoren, Evonik

Evonik

Schlank, sicher, nachhaltig: so geht Dämmung heute
Evonik ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie. In über 100 Ländern verbindet mehr als 36.000 Mitarbeiter dabei ein Anspruch: Kein Produkt ist so perfekt, dass man es nicht noch besser machen könnte. Evonik hat für anspruchsvolle Dämmanwendungen die schlanke, sichere und nachhaltige Dämmplatte CALOSTAT® Pure entwickelt. CALOSTAT® schließt die Lücke eines nicht brennbaren (A2) Hochleistungsdämmstoffs (λ=0,019 W/mK) und ist darüber hinaus auch sehr nachhaltig, denn CALOSTAT® ist ungiftig, langlebig, rein mineralisch und recycelbar. Das mehrfach ausgezeichnete innovative Material (u.a. DETAIL Produkt des Jahres) ist sogar Cradle to Cradle Gold und mit dem Material Health Certificate Platin zertifiziert. Mehr Informationen gibt es unter calostat.de.

Zukunft des Bauens 2019, DETAIL research, Berlin, Partner, Sponsoren, FSDE

Das Forum für sicheres Dämmen mit EPS (FSDE)

Das Forum für sicheres Dämmen mit EPS (FSDE) ist ein Zusammenschluss verschiedener Vertreter aus Kunststoff- und Dämmstoffindustrie, Wissenschaft und Wohnungswirtschaft. Es betreibt die Plattform mit-sicherheit-eps.de., auf der eine sachliche Auseinandersetzung über den Dämmstoff EPS angeregt und Kritik fundiert begegnet wird. Zentrale Themen des Forums sind die Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit des Dämmstoffs EPS. Das FSDE nimmt Argumente ernst und setzt sich für eine Verbesserung der Anwendung des Dämmstoffs ein, um die Energiewende sicher, effizient und ökologisch verantwortlich mitzugestalten. Dafür pflegt das FSDE einen intensiven Austausch mit allen Interessengruppen und begrüßt Anregungen zur Optimierung von EPS. Ziel des FSDE ist es, als Teil eines deutschlandweiten Netzwerkes das Thema Dämmen mit EPS zu etablieren, Wissen zu bündeln und Ansprechpartner für Feuerwehr, Politiker, Journalisten, Planer, Verarbeiter und Hausbesitzer zu werden. Fachliche Unterstützung zu den zentralen Themen erhält das FSDE von seinen drei Wissenschaftlichen Beiräten, die an der Fachhochschule Münster, an der Hochschule München bzw. am Institut für Bauphysik der Leibniz Universität Hannover forschen und lehren.

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