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Neue Galerie Wiener Neustadt, Bevk Perovic Arhitekti

Revitalisiertes Ensemble: Kasematten und Neue Bastei Wiener Neustadt 


Den Architekten war es in erster Linie wichtig, die Qualitäten des Bestands herauszufiltern und mögliche Beziehungen zwischen Alt und Neu zu suchen. Als Antwort zeigt das Projekt eine diplomatische Haltung: Kasematten und Neue Galerie sind keine Gegenpole, sondern ergänzen einander. Zudem erfahren die lange Zeit vernachlässigten denkmalgeschützten Bauten durch die Integration in das Ensemble eine ganz neue Beachtung.

Der Weg durch die Ausstellung

Ein leicht geneigter Weg verbindet die Stadt mit dem Geländeniveau der Kasematten. Durch seine großzügige Breite ist er zugleich Vorplatz und Aufenthaltsraum. Ein vermeintlich schmaler Spalt in der ansonsten geschlossenen Betonfassade beinhaltet den Eingang zum Foyer, dem sogenannten Welcome Center.
Nach der niedrigen Türsituation wirkt der darauffolgende Raum umso größer: Ein hohes Gewölbe aus Sichtbeton mit Oculus im Zenit erzeugt eine eindrucksvolle Atmosphäre. Es ist der Auftakt zum Kasematten-Pfad, der durch die Strada Coperta und den Zwingergang führt. Hier wird die Historie für den Besucher greifbar: Hinter einem weißem Anstrich sind die Bauphasen der Mauern noch immer ablesbar.
Anschließend bieten die Kasematten-Hallen, drei langgestreckte Tonnengänge, Flächen für wechselnde Ausstellungen.
Durch diese unterirdische Verbindung gelangt man in die Neue Galerie. Diese erweitert das Raumprogramm um einen multifunktionalen Saal, der Platz für Kongresse oder Konzerte bietet.

Materialität und Struktur

Auf den ersten Blick ist sichtbar, dass ganz unterschiedliche Epochen aufeinandertreffen, die sich gegenseitig akzeptieren und ergänzen.
Mit ihrem rohen Mauerwerk zeigen die Kasematten ihr hohes Alter und die Spuren der vergangenen Zeit. Als Gegenstück dazu besitzt die Neue Galerie ein leichtes, helles Erscheinungsbild. Ihre Außenfassade aus gewelltem Aluminiumblech umhüllt eine einfache, geometrische Form. Der Baukörper ist in das Gelände eingebunden, sodass die Kubatur von außen niedriger wirkt und nicht mit den Kasematten konkurriert. Im Inneren wechseln sich die Sichtbetonflächen der neueren Elemente mit den weiß getünchten Mauern der historischen Bauteile ab.

Weitere Informationen:

Statik: Fröhlich & Locher und Partner Ziviltechnikergesellschaft
Bauphysik: Hamp-Armbruster Bauphysik
Brandschutz: Norbert Rabl Ziviltechniker GmbH

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