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MPavilion 2017, OMA, Foto: John Gollings, Courtesy of MPavilion

Rom trifft Melbourne: OMA gestalten MPavilion 2017

Seit 2014 gibt es den von der Naomi Milgrom Foundation ins Leben gerufenen MPavilion. Im Rahmen einer temporären Installation entsteht ein Open-Air-Zentrum für Aufführungen und Events, das sich den Themen Design, Architektur und Kultur widmet. Der Ort des Geschehens sind die Queen Victoria Gardens, die sich inmitten des Melbourner Kunstbezirks Southbank befinden. 

Eine quadratische Grundplatte legt die Außenmaße der Installation fest. Auf ihr befinden sich zwei Tribünen als Hauptakteure des MPavilion. Sie erinnern an ein Amphitheater und zonieren den Raum immer wieder neu. Während die größere der beiden fix mit dem Boden verankert ist und in ihrer Kontur nahezu drei Viertel eines Kreissektors umschreibt, ist die andere wesentlich kleiner und flexibel drehbar. Als Bühne für Aufführungen schafft sie je nach Wunsch eine private, geschützte Atmosphäre im Inneren des Pavillons, oder öffnet sich nach außen gewandt zur umgebenden Natur hin. Die größere der Tribünen wird rückseitig von überwachsenen Hügeln eingefasst. Sie erscheinen als eine Mischung aus parametrischem Design und organischer Natur – triangulierte Flächen formen unterschiedlich bepflanzte Bereiche und betten die Installation in den Park ein.

Den Abschluss der temporären Installation bildet eine ebenfalls quadratische Überdachung. Lediglich über vereinzelte Auflagerpunkte mit der Unterkonstruktion verbunden, scheint sie mit ihrem zwei Meter hohen Aufbau regelrecht über dem Pavillon zu schweben. Ausgeführt in leicht anmutendem, mit Aluminium plattiertem Stahl gibt sie von unten betrachtet Einblick in die Konstruktion, wo sich in regelmäßigen Abständen Stahlschwerter in Längs- und Querrichtung aneinanderreihen und eine charakteristische Gitterstruktur offenbaren. In dem Dachvolumen finden ein Vorhang für Aufführungen und die technische Infrastruktur einen Platz. Neben Witterungsschutz wird das Dach des MPavilion über unterseitig montierte LED-Röhren bei Nacht gleichzeitig zum diffusen Leuchtmittel.

Dieser Kontrast von Natur und dem Mix aus Statik und Dynamik, den die Konstruktion in sich birgt, bildet eine spannende Kulisse für diverse Interventionen und Events. Der Pavillon ruft nicht nur Assoziationen an ein Amphitheater hervor und entführt seine Besucher somit in eine andere Welt, sondert aktiviert und animiert gleichzeitig zum Austausch über Design, Architektur und Kultur. Das Ziel des MPavilion und der Naomi Milgrom Foundation, einen pulsierenden Ort im Zentrum Melbournes zu schaffen, scheinen OMA perfekt umgesetzt zu haben.

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Weitere Informationen:

Partner-in-Charge: David Gianotten, Rem Koolhaas
Team: Laurence Bolhaar, Miguel Taborda, Paul Jones, Fedor Medek, Eve Hocheng

 

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