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Rundumversorgung unter der Tarnkappe: Gesundheitszentrum in Nosay

Auch in Frankreich müssen sich Orte in ländlichen Regionen um eine ausreichende medizinische Grundversorgung bemühen. Um den vor Ort praktizierenden Medizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, hat die Gemeinde Nosay 30 Kilometer nördlich von Nantes ihnen ein neues Gesundheitszentrum nach einem Entwurf des jungen Pariser Architekten Samuel Delmas errichtet.

Das kompakte Gebäude vereint in seinem Inneren Praxis- und Büroräume für nahezu alle medizinischen Disziplinen von Zahnarzt bis zum Psychologen und vom Röntgenraum bis zur Hebammenpraxis. Es steht etwas südlich und damit oberhalb des Ortszentrums an einem leicht gen Norden abfallenden Grundstück. Der Haupteingang führt von Süden herein; im Inneren gruppieren sich die Räume um zwei Innenhöfe. Der Baukörper wirkt maßstabslos und aus der Ferne höher als seine zwei Geschosse, was im Wesentlichen an der horizontalen Bandstruktur seiner anthrazitgrauen Zinkfassaden wirkt. Innerhalb dieser Bänder stehen senkrechte Lisenen nach außen vor, die auch über die Fenster hinweg geführt sind und dort als fest stehender äußerer Sonnenschutz dienen. Darüber hinaus sind die Räume mit innen liegenden Rollos als Blendschutz versehen.

Für den Gebäudesockel wählte Samuel Delmas den für die Region typischen Blauschiefer. Mit dem gleichen Stein ist auch der Vorplatz gepflastert. Sieben Pyramidendächer mit einer Zink-Stehfalzdeckung bilden den oberen Gebäudeabschluss. In ihrer Mitte befindet sich je ein Oberlicht, das den darunter liegenden Raum belichtet und entlüftet. Die Pyramiden sind dem Stahlbetonbau als separate Holzkonstruktionen aufgesetzt.

Schwarz-Weiß-Kontraste prägen auch das Gebäudeinnere: Die Fassaden zum Hof sind weiß verputzt, die Räume mit weißem Gipskarton ausgekleidet und mit dunkelgrauen Linoleumböden versehen. In den Fluren liegt wiederum ein Schieferbelag. Verzahnt werden Außen und Innen durch Loggien, die an den Flurenden für Orientierung und einen Austritt ins Freie sorgen. Ihre Innenflächen sind mit eloxiertem Aluminiumblech verkleidet.

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weitere Informationen:

Nettogrundfläche: 2800 m2
Baukosten:
4,4 Mio. Euro netto

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