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Rupertus-Therme Bad Reichenhall um Sport- und Familienbad ergänzt

Alle Fotos: Werner Prokschi, D–Eichstätt

480000 Gäste im Jahr, 15 Becken, ein umfassender Sauna- und Dampfbad-Bereich, eine fast 1000 m2 große Fitness-und Trainingsfläche – die 2005 eröffnete Rupertus-Therme in Bad Reichenhall war auch vor der Erweiterung ein Bad der Superlative. Der neu errichtete Familien- und Sportbereich ergänzt nun mit 700 m2 Wasserfläche die Gesamtwasserfläche des Spa- und Fitness-Resorts auf insgesamt mehr als 1500 m2.

Keune Hübschmann Architekten aus München setzten bei ihrem Entwurf auf eine klare, unaufdringliche Gestaltung und bewiesen Fingerspitzengefühl bei der Anordnung und Ausgestaltung des 2011 fertig­gestellten Neubaus: der dreigliedrige Baukörper wurde in seiner Höhenentwicklung gestaffelt. Ziel war es, trotz der Größe und der für einen Schwimmbadbau ungewöhnlichen Zweigeschossigkeit des Erweiterungsbaus, den Ausblick von Therme und Saunabereich auf die umgebenden Gipfel nicht zu beeinträchtigen. Beeindruckend ist die Transparenz des Anbaus: die großformatige Pfosten-Riegel-Fassade mit Drei-Scheiben-Sicherheitsverbundglas ermöglicht viele Ein- und Ausblicke – von außen auf die Becken, von innen öffnet sich das Bad zu einem großzügigen Park mit altem Baumbestand. Der Zugang zum Familien- und Sportbereich erfolgt räumlich entfernt vom Eingang der Therme. Auch im Innern bleiben die Besuchergruppen, mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Lautstärke und Dynamik, voneinander getrennt.

Im Erdgeschoss des Neubaus, einem großen, stützenfreien Raum, wurden durch Einbauten wie das Schwimmmeisterhäuschen und eine differenzierte Höhenentwicklung verschiedene Bereiche geschaffen. Zentral und vom Eingangsbereich gut sichtbar liegt das 25-m-Wettkampfbecken. Das Familienbecken befindet sich im südlichen Gebäudeteil. Es ist mit Strömungskanal, Sprüh­becken, Riesenwasserfall, Bodensprudlern und versenkbarer Hubwand ausgestattet und kann somit zusätzlich als Lehrschwimmbecken genutzt werden. Zwei Rutschen sowie ein Kleinkindbereich locken seit der Eröffnung zahlreiche Familien an. Im oberen Geschoss des Neubaus, vom Familien- und Sportbad aus aber nicht zugänglich, wurden für die Thermenbesucher ein Restaurant und großzügige Ruhebereiche untergebracht. Dieser Gastronomie- und Erholungsbereich ist angenehm zurückhaltend und harmonisch gestaltet: immer wieder werden durch gelungene innenarchitektonische
Planung Raumsituationen geschaffen, die Rückzugsmöglichkeiten bieten und sich durch Ausblick und Mobiliar voneinander unterscheiden.

Während beim Bestandsbau vielerlei Fliesen- und natursteinnahe Produkte für Böden und Becken verwendet wurden, erscheint der Neubau angenehm reduziert. Um sowohl die speziellen technischen und als auch chemischen Anforderungen eines Bads zu erfüllen, entschieden sich Planer und Bauherren für das Feinsteinzeug des italienischen Herstellers Iris Ceramica, im Kinderbecken setzten sie zudem Steinzeugmosaik und Glasmosaik von Bisazza ein. Den kompletten bauchemischen Systemaufbau, von der Abdichtung bis zu den verschiedenen Verlege- und Verfugmörteln, lieferte wie auch schon beim Bestandsbau die Sopro Bauchemie. Im Sport- und Familienbad kam, nach eingehender Beratung durch die Sopro-Objektberater, für die Abdichtungsarbeiten die Dichtschlämme »Flex1-K« zum Einsatz, die auch in sämtliche Feucht- und Nassräumen wie Duschen und Umkleiden angewendet wurde. Die Verlegung der Fliesen im Bereich der Becken erfolgte mit dem zementären, faserverstärkten Flexkleber »Sopro’s No.1« mit hoher Kunststoffvergütung. Durch die stärkere Beanspruchung des Kinderbeckens, resultierend aus einem erhöhten Reinigungsbedarf und dem häufigerem Leeren des Beckens, wurde in diesem Bereich zur Herstellung von Verbundabdichtungen das zweikomponentige Polyurethan-Flüssigharz »Sopro PU-FlächenDicht Wand/Boden« verwendet.

www.sopro.com


www.irisceramica.com


www.bisazza.com

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2012

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