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Foto: Montse Zamorano

Saniert und erweitert: Fakultät für Zellbiologie und Genetik

Zwei Faktoren dominieren den Entwurf maßgeblich: Zum einen die Sanierung und Anpassung an heutige Standards, zum anderen die Erweiterung des Bestandsgebäudes. Das Ergebnis ist ein kantiger Bau ganz in Sichtbeton, der mit seiner grauen Optik nahezu monumental wirkt. Auf den ersten Blick fällt vor allem seine Geradlinigkeit auf. Schlichte, klar akzentuierte Flächen geben der Universität eine unverkennbare Note.

Das Grundstück ist geprägt von zwei Straßen, die jeweils von Nord nach Süd vorbeiführen und das Bestandsgebäude einfassen, sowie einem großzügigen westseitigen Garten. Im nach Osten ausgerichteten Teil befinden sich Hörsäle und Labore, die neu angeordnet werden. Administrative Flächen, Stiegen und Zugänge finden im Nord- und Südteil ihren Platz. Den Abschluss bildet der zentrale Hauptkorridor, an den außerdem die Verbindungsgänge anschließen, über die man in einen neuen, westlichen Anbau gelangt. Er bietet genügend Raum für Büros, Seminar- und Besprechungsräume. Neben der Umstrukturierung der dreigeschossigen Fakultät und deren Erweiterung wird der Bau um ein Geschoss aufgestockt.

Die Sichtbetonoberfläche des Bestands bleibt erhalten. Dies gelingt mittels einer Metallstruktur, die sämtliche Säulen, Balken und den Estrich verstärkt. Dazwischenliegende Hohlräume werden kurzerhand als Installationsebene genutzt. Selbige Metallstruktur findet außerdem bei den konstruktiven Elementen der Aufstockung ihre Anwendung, welche mit Blech verkleidet sind. Der neue Anbau ist komplett aus Beton und fügt sich deshalb dezent ins Gesamtbild ein.

Mit Ausnahme der Westfassade, welche nun in weißes Polycarbonat gehüllt ist, bleiben alle Ansichten unverändert. Lediglich einige unnötig gewordene Fenster müssen weichen. Das erweiterte Geschoss ist in schwarzem Putz ausgeführt und besitzt keinerlei Fenster, belichtet wird hier nur von oben. Optimale Ausleuchtung in den übrigen Räumen erzielt man über großflächige Verglasungen, wodurch im Inneren, trotz des eher kühl wirkenden Sichtbetons, ein freundliches Ambiente herrscht.

Eigentliches Highlight des Umbaus ist der Anbau. Aufgeständert auf Pfeilern überblickt er die Grünareale im Westen. Innen und Außen verschmelzen durch die großen Fensterflächen nahezu. Hier scheint der Brückenschlag zwischen der biologischen Fakultät und der Natur perfekt gelungen.

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Weitere Informationen:

Fotos: Montse Zamorano - http://www.montsezamorano.com

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