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Sanierung und Erweiterung der Bergstation Eisgrat in Tirol mit Aluminium-Verbundplatten

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Fotos: Prefa/Mario Rabensteiner

Österreichs größtes Gletscherskigebiet lockt jährlich zigtausende begeisterte Wintersportler nach Tirol, die nicht nur die Schneesicherheit und die 110 Pistenkilometer des Stubaier Gletschers schätzen, sondern auch die herrlich gelegene Bergstation Eisgrat, die während eines Skitags kulinarische Stärkung verspricht. Doch die vermeintliche Postkartenidylle bekam in den letzten Jahren deutliche Risse. Die in die Jahre gekommene Bergstation wurde zu klein und entsprach nicht mehr den Anforderungen eines modernen Gastro-Betriebs. Auch Wind und Wetter hatten ihre Spuren an dem Gebäude hinterlassen, und so entschloss sich der Eigentümer, die Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Gletscher-bahnen KG, zu einer Generalsanierung mit einem Erweiterungsbau.

Eine Baustelle auf 2?900 m über Meeresspiegel ist an sich bereits eine Herausforderung, doch die Dimension des geplanten Um- und Zubaus verlangte von allen Beteiligten höchste Professionalität in Planung und Durchführung sowie einen straffen Zeitplan. Die Vorgaben an das Team der ao-Architekten aus Innsbruck unter der Leitung von Walter Niedrist waren aufgrund der Multifunktionalität der Bergstation, die auch Knotenpunkt zweier Gondelbahnen ist, sehr umfangreich. Neben der notwendigen Generalsanierung des 30 Jahre alten Gebäudes war die Modernisierung der Küchen- und Gästebereiche gefordert, die funktionale Zusammenführung der bislang im Gebäude getrennten Bereiche Gastronomie und Sportshop, die Komfortsteigerung für die Passagiere der Gondelbahnen durch Errichtung von Rolltreppen und behindertengerechten Aufzügen, die Erneuerung der Pistengerätegarage sowie die Verkleidung des Objekts mit einer hochwertigen und weitgehend wartungsfreien Fassade. Insgesamt waren 4?420 m² Nutzfläche von der Planung betroffen.

Die klimatischen Bedingungen am Stubaier Gletscher machten die Durchführung der Bauarbeiten in zwei Stufen notwendig, von April bis September 2009 und von April bis Oktober 2010. Eigentümer und Architekten legten dabei besonders großen Wert auf ein widerstandsfähiges und wartungsfreies Fassadenmaterial. Die Witterungsverhältnisse am Gletscher sind extrem. Schnee, Hagel, Eisregen, Sturm und die starke UV-Strahlung am Gletscher hinterlassen ihre Spuren. »Uns war von Beginn der Planungsarbeiten an klar, dass hier nur eine Lösung mit Alu-minium dauerhafte Zufriedenheit bringen kann«, erklärt Walter Niedrist. Prefa wurde in diesem besonderen Fall als Spezialist für Aluminiumdächer und -fassaden schon in die Planung miteinbezogen. Zusammen mit dem Projektentwickler des Unternehmens, Harald Kronthaler, unterzog man unterschiedlichste Modelle und Montagemöglichkeiten einer gewissenhaften Prüfung, um schließlich in »Reynobond«-Verbundplatten von Prefa, auf eine hinterlüftete Unterkon-struktion genietet, die beste Lösung zu finden. Die großflächigen 4 m langen Aluminiumplatten vereinen zwei wesentliche Vorteile: sie können problemlos vor Ort gebogen und geschnitten werden und erzeugen eine plane, optisch anspruchsvolle Oberfläche. Im Fall der Bergstation wird dadurch die runde Grundrissform des neu errichteten dreigeschossigen Erweiterungsbaus zusätzlich verstärkt und die alu-naturgebürstete Oberfläche fügt sich harmonisch in die Umgebung am Gletscher ein.

Für die Montage zeichnet die Firma Stahl- und Metallbau Hörburger aus Roppen/Tirol verantwortlich. Bis zu fünf Mitarbeiter verarbeiteten in lediglich zwei Monaten, im August und September 2010, ca. 850 m² Aluminium-Verbundplatten. In dieser Zeit gewährte das Wetter am Stubaier Gletscher den Verarbeitern bereits einen Vorgeschmack auf die folgenden Monate: strahlendem Sonnenschein folgte ein heftiger Schneesturm, der die Montagespezialisten zu einer Pause zwang – obwohl die Verbundplatten auch bei geringen Minusgraden und leichtem Schneefall verlegt werden können. Doch es gelang trotzdem, die Arbeiten termingerecht abzuschließen.

Die aus zwei 0,5 mm dicken, einbrennlackierten Aluminiumblechen bestehenden Verbundplatten mit 3 mm PE-Kern sind laut Hersteller für zahlreiche Einsatzbereiche geeignet. Besonders gut sollen die Vorzüge des Prefa-Reynobonds vor allem bei großflächiger Montage zur Geltung kommen, die hohe Anforderungen an Planheit und Steifigkeit stellt. Der Vorteil einer Aluminiumfassade kommt gerade bei so exponierten Objekten wie der Bergstation Eisgrat am Stubaier Gletscher gut zur Geltung: Aluminium rostet und bricht nicht, ist absolut sturmsicher montiert und hält auch extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie starker UV-Belastung durch intensive Sonnenbestrahlung stand. 

Prefa, Reynobonds, Aluminiumfassade, Fassade, Bergstation, Eisgrat, Tirol, Aluminium-Verbundplatten
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2011

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