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Holzpavillon, ETH, Pachacámac

Schattiger Arbeitsplatz: Holzpavillon in Pachacámac

In der Nähe der Ausgrabungsstätte Pachacámac an der Pazifikküste Perus entstand schon 2015 ein neues Museum dessen Leiterin sich um die Planung des gesamten Terrains kümmert. Informelle Siedlungen am Stadtrand von Lima begrenzen den Ort und breiten sich immer stärker aus. Daher lud sie ein Team der ETH Zürich und der Universität PUCP in Lima ein, sich Gedanken zur Weiterentwicklung des Projekts und des Umfelds zu machen. In diesem Zuge entstand unter anderem die Idee, einen Pavillon zu errichten, der den Archäologen zur Verfügung steht, die noch lange mit der Arbeit an der Ausgrabungsstätte beschäftigt sein werden. Die Ruinen des religiösen Zentrums, das auf erste Siedlungen aus der Epoche ca. 200 n. Chr. zurückgeht, liegt noch zum großen Teil unter der Erde verborgen. An diesem besonderen Ort sollen auch kulturelle und pädagogische Veranstaltungen stattfinden. Sie sollen die Bewohner der Siedlungen miteinbeziehen oder Kindern die Arbeit der Archäologen und die Vergangenheit Perus nahebringen. Für diese Nutzungen musste das Gebäude vor allem schattige Außenräume bieten, die unterschiedlich möbliert werden können. Außerdem benötigen die Forscher abschließbare Räume, in welchen sie ihre Funde sicher lagern können.

Studenten der beiden Universitäten errichteten eine filigrane Holzkonstruktion aus dem Tropenholz Tornillo, die an den Stirnseiten mit einer Bambusverkleidung geschlossen sind. Für Schatten sorgt ein textiles Gewebe, das beim Gewächshausbau benutzt wird. Die Stoffbahnen sind in einem reizvollen Auf und Ab um die Kanthölzer des Daches geschlungen und an den Enden mit Klammern fixiert, den Boden bedecken luftgetrocknete Lehmsteine oder einfache Sandflächen. Der hölzerne Bau fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Nicht nur die erdigen Farben korrespondieren mit den alten Mauern der Tempel und Pyramiden, auch die rigoros geometrische Formensprache entspricht den benachbarten rekonstruierten Hofhäusern von Pachacámac.

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