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Schaum/Shieh, Transart, Galerie

Scherenschnitt auf Holzrahmen: Transart Foundation in Houston

Kunst und Kunst gesellt sich gern. Es ist daher vermutlich kein Zufall, dess die Transart Foundation for Art and Anthropology ihren Sitz ganz in der Nähe von Renzo Pianos Menil Foundation im Südwesten Houstons hat. Mit ihrem nun fertiggestellten Neubau schafft die Stiftung Raum für Ausstellungen, Performances, Vorträge und Diskussionen. Der zweigeschossige, glatt weiß verputzte Kubus stößt mit seiner südlichen Schmalseite an die Straße. Im Norden grenzt das Haus an ein bestehendes Fotostudio, das der Bauherr mit grauen Faserzementplatten verkleiden ließ und das nun als Künstleratelier und Gästehaus zur Verfügung steht.

Man betritt den Neubau über einen kleinen Hof an der östlichen Längsseite. Rechts und links des Eingangs öffnen sich zwei Galerieräume über die gesamte Gebäudehöhe – der südliche für traditionelle Kunstausstellungen, der nördliche mit weniger direktem Sonnenlicht für neue Medien und Performances, die auf kontrollierte Lichtbedingungen angewiesen sind. Über den Eingangsbereich breitet sich im ersten Obergeschoss der zentrale Besprechungsraum oder Salon« der Stiftung, der zu beiden Seiten mit offenen Balkonen in die Galerieräume hinauskragt. Dorthin gelangt man entweder über Treppen oder durch einen grauen Acrylglaszylinder mit integriertem Aufzug in der südlichen Galerie. Dieser wird rein pneumatisch mittels Luftdruck, also ohne Hydraulikzylinder und Seilzüge betrieben.

Die glatt weiß verputzten Fassaden behandelten Schaum/Shieh ihrerseits wie ein abstraktes Kunstwerk. Manche der großformatigen Fassadenpaneele sind an den Ecken mit kreissegmentartigen Einschnitten versehen, durch die Licht in die Innenräume gelangt. Hinter der abstrakten Hülle verbirgt sich indes kein Massivbau, sondern eine überaus stabile Holzskelettkonstruktion mit 20 x 25 cm starken Brettschichtholzstützen und -trägern. Selbst die Ausfachung ist mit Holzquerschnitten von 6,5 x 25 cm sehr großzügig dimensioniert, um das Haus gegen die Wirbelstürme in der Golfregion abzusichern. Die Geschossdecken bestehen ebenfalls aus Holz; nur die weit auskragenden Balkone des Obergeschosses mussten hier und damit Stahlträgern verstärkt werden.

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