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GrangEcole, TEd’A arquitectes, Foto: Luis Díaz Díaz

Scheunenschule: Schweizerische »GrangEcole« von TEd’A arquitectes

Die »GrangEcole« fügt sich am nördlichen Dorfrand des Ortsteils Orsonnens in die Bebauungsstruktur ein. Sie hat einen quadratischen Grundriss und wächst über drei Stockwerke in die Höhe. Während den Sockelbereich heller Beton markiert, erscheinen die Fassaden darüber dunkel und klar strukturiert. Große Schindel in dunklem Holz demonstrieren unverkennbar die Inspirationsquelle von TEd’A arquitectes. Entlang der Kanten, sowie der Fensterränder gibt es vereinzelte Kupferschindel, die dezente Farbakzente setzen. Immer wieder finden sich in der Verkleidung der Außenwände ornamentale Perforationen. Diese erinnern an die Form eines Vierklees und werfen florale Schatten ins Innere des Schulbaus. Die Fenster sind unterschiedlich hoch positioniert und machen die Geschossigkeit von außen schwer ablesbar.

Über einen kreisförmigen Vorplatz wird der Besucher zum Eingang der Schule geleitet. Dieser befindet sich an der Südwestecke und wird von einer Ausnehmung des Baukörpers im Erdgeschoss markiert. Zwei Säulen aus gestapelten Steinblöcken säumen die witterungsgeschützte Ankommenssituation. Beim Betreten des Baus gelangt man in einen vertikalen Freiraum, der sämtliche Geschosse umfasst und mit einem rechteckigen Oberlicht abschließt. Er bildet das räumliche und soziale Rückgrat der Schule und wird von einem zentralen Holzpfeiler, der sich nach oben hin wie ein Baum verzweigt, strukturiert. Rund um dieses licht- und luftdurchflutete Atrium, das durch unregelmäßige, kreisförmige Ausnehmungen in den Geschossdecken entsteht, ordnen sich die einzelnen Klassenzimmer an. Sie befinden sich jeweils an den Ecken des Gebäudes. Zwischen ihnen gibt es Freibereiche, die an den Luftraum anschließen und den offenen Charakter des Schulgebäudes weiter betonen.

Wie in einer Scheune, in der Holzbalkendecken die Kraftverläufe nachzeichnen und klar sichtbar machen, gestalten TEd’A arquitectes auch das Innere der »GrangEcole«. Helles Holz dominiert die Räume in Form von Konstruktionsbalken, Trägern und Rahmen, aber auch in flächigen Beplankungen. Ergänzt wird das Naturmaterial von Betondecken, vereinzelten Sichtbetonoberflächen und Teppichböden.

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