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Villa Korup, Fören, Jan Henrik Jansen, Marshall Blecher


Schillernde Patina: Villa Korup von Jan Henrik Jansen und Marshall Blecher

Die Villa steht auf der dänischen Insel Fünen, umgeben von dichtem Mischwald. Dank des dreiflügeligen Grundrisses entstehen hofähnliche Räume, die, angepasst an die Himmelsrichtungen, unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Nach Süden hin gibt es einen sonnigen Hang, im Osten einen privaten Nutzgarten und im Westen eine kleine Obstplantage mit Spielplatz.

Offenes Raumkonzept
Mit seinem flachen und langgestreckten Design fügt sich die Villa unauffällig in ihre Umgebung ein. Die Fassaden sind klar und rhythmisch gegliedert: Im Wechsel folgen aufeinander wandhohe Glasscheiben und massive Wände. So entstehen helle und freundliche Räume im Inneren. Die drei Flügel des Gebäudes treffen an einem zentralen Punkt aufeinander: Hier entsteht der gemeinschaftliche Bereich mit Wohnzimmer und Küche. Je weiter ein Raum von diesem Mittelpunkt entfernt ist, desto ruhiger und privater ist er. Daher befinden sich an den äußeren Enden der Flügel die Schlafzimmer.

Materialien und Oberflächenbehandlung
Im Außenraum kommt vorwiegend roher Stahl zum Einsatz, der im Laufe der Zeit verschiedene farbliche Stadien durchlaufen wird. Die Paneele waren bei der Fertigstellung des Gebäudes noch glänzend grau. Nach und nach werden orangefarbene Streifen hinzukommen, bis die Oberfläche schließlich vollständig braun wird. Im Innenraum kommt vorwiegend Tannenholz zum Einsatz. Nach dänischer Tradition wurde es mit Seife und Lauge vorbehandelt, was ihm eine weiche und elastische Beschaffenheit verleiht. Dank der Konstruktion aus vorfabrizierten CLT-Bauteilen konnte das Gebäude in nur drei Tagen fertiggestellt werden.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit von Jan Henrik Jansen und Marshall Blecher. Beide Architekten arbeiten zurzeit an zahlreichen Projekten in Skandinavien, die oft traditionelle Bezüge herstellen und sie mit innovativen Ideen verknüpfen. Wir berichteten bereits über ein weiteres Projekt von Marshall Blecher und Magnus Maarbjerg: die Floating Island in Kopenhagen.
 

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