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Schloss Hohenkammer - Architektur als Langzeitbelichtung

Ein Film von Peter Popp

Schloss Hohenkammer ist eines der wenigen erhaltenen Renaissance-Wasserschlösser in Bayern. Eine Sanierung in den 70er-Jahren zerstörte jedoch viel von der historischen Substanz. Bei der aktuellen Umgestaltung zum Tagungszentrum war es deshalb weder möglich, einen Urzustand zu definieren und wiederherzustellen, noch ließen sich klare Kontraste zwischen Alt und Neu herausarbeiten. Die Architekten Hild und K entschieden sich für eine atmosphärische Angleichung der Zeitebenen, mit dem Ziel, ein einheitliches Ganzes zu schaffen. Andreas Hild zeigt mit welchen Maßnahmen historische Fragmente erhalten werden konnten und wie sensibel sich die neuen Elemente in das Gesamtensemble einfügen.

Architekten: Hild und K, München
Ort: Schlossstraße 20, D–85411 Hohenkammer

Notwendige Eingriffe für einen modernen Tagungs- und Seminarbetrieb sollten möglichst wenig in Erscheinung treten. Dennoch werden einige dieser Maßnahmen durchgängig thematisiert: Wandheizungen unter Putz sind als brüstungshoher Sockel ablesbar, Bodenöffnungen für die Medientechnik generieren ein an Renaissanceböden erinnerndes Parkettmuster. Stahlklappen, hinter denen Schaltkästen verborgen sind, ähneln alten Kamintüren. Eigens entworfene Leuchten finden sich als Variationen eines Grundtyps im ganzen Schloss – als Wandlampen in Gemeinschafts- und Erschließungsbereichen, einzeln, gruppiert, oder als Geschosse verbindende Mobiles in den Treppenhäusern.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 4/2008

Innenraum und Licht

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