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Schnittstelle Tür - Synapsen im Netzwerk einer Klinik

neuform, Türenwerk, PU-protect, Türelemente, Planoglas-Elemente, Bargon Partner, Tür, Poliklinik, Rüdersdorf
Foto: Jörg F. Müller, Berlin
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Fotos: Jörg F. Müller, Berlin

Die Poliklinik Rüdersdorf wurde von neuform Türenwerk mit unterschiedlichsten Türlösungen ausgestattet: 673 Türelemente mit überwiegend Stahlzargen (BOS Best of Steel) kamen in dem Gebäude zum Einsatz, wobei jeder Bereich mit seinen individuellen Anforderungen und Bedingungen nach ebenso individuellen Speziallösungen verlangt. Gerade die Türen bilden im Netzwerk Klinik die entscheidenden Schnittstellen, welche die Bereiche verbinden und gleichzeitig abgrenzen. Da hat keine Tür dieselbe Funktion. Je nach Situation kommen in der Poliklinik Schiebetüren, ein- oder zweiflüglige Türelemente sowie Lösungen mit Seitenteilen und/oder Oberlicht zum Einsatz. Dazu kommen in besonders sensiblen Bereichen Spezial­lösungen wie Feucht- und Nassraumtüren, Strahlenschutztüren, Türen mit Schallschutzanforderungen der Schallschutz-Klasse I–III sowie Brand- und Rauchschutztüren (T90, T30). Abgesehen davon müssen alle Türen sämtlichen hygienischen Anforderungen gerecht werden und nicht zuletzt genau deshalb extrem stoßfest sein. Dazu hat sich das Architekturbüro Bargon + Partner, Berlin zwei Dinge einfallen lassen. Zum einen wurden die Türen zu den Patientenzimmern als zweiflüglige Elemente ausgeführt, bei denen der Gangflügel lediglich 1 m und der Standflügel 0,5 m breit ist – gegenüber dem üblichen Mindestmaß von 1,25 m. Diese Entscheidung zwingt jetzt, beispielsweise beim Bettentransport, zum Öffnen des Standflügels – mit dem Ergebnis einer insgesamt größeren Durchgangsbreite. Dazu kommt mit »PU-protect« eine spezielle Kantentechnik – eine Entwicklung, für die neuform mit dem Förderpreis des Landes Baden-Württemberg für innovative Technologien ausgezeichnet wurde. Türen mit PU-Kante sind vor Beschädigungen dauerhaft geschützt und haben eine längere Lebensdauer. Sie sind dazu wasserdicht und mit umweltfreundlicher und lösemittelfreier Technologie hergestellt. Mit bloßer Funktionalität ist es allerdings noch nicht getan: Die Umgebung, in der sich Pflegepersonal und Patienten täglich bewegen, steht gleichermaßen im Fokus. Während z.B. die auch hygienetechnisch sinnvollen »Planoglas-Elemente« mit innen liegender Jalousie in der Schallschutzklasse II Privatsphäre bieten, sorgen auf der Kinderstation Türen mit variierenden Lichtausschnitten mit verschiedenen bunten Gläsern für eine angenehme Atmosphäre. Dabei unterstützt und orientiert sich die Farbgebung am Innenraumkonzept des gesamten Gebäudes und ergänzt die Funktionalität um eine sinnlich erfassbare Komponente.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
10/2010

Bauen mit Holz

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