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Antonianum, Meran, Delugan Meissl, Foto: Oskar da Riz

Schwarz-grüne Koalition: Antonianum in Meran von Delugan Meissl

Urban, ruhig, grün – das Vokabular, mit dem Immobilienentwickler und Makler hochpreisige Wohnimmobilien anpreisen, ist oft ziemlich austauschbar. Bei der Wohnanlage „Antonianum“ am nördlichen Stadtrand von Meran treffen die drei Begriffe hingegen ins Schwarze: Delugan Meissl Associated Architects und ihr Meraner Partnerarchitekt Elmar Unterhauser gestalteten die Wohnanlage am nördlichen Stadtrand als Oase im Grünen, mit drei je dreigeschossigen Gebäuden, die durch Pergolen auf unterschiedlicher Höhe miteinander verbunden sind. Damit umgingen sie die Bestimmungen des Bebauungsplans, die auf dem Grundstück nur einen einzigen Baukörper vorgesehen hatten, und sorgten für mehr Außenbezug, eine zwei- bis dreiseitige Belichtung und die Möglichkeit zur Querlüftung in allen Wohnungen. Insgesamt 26 davon, mit je 46 – 96 m2 Nettofläche zuzüglich großer Freiterrassen, verteilen sich auf die Häuser. Im Erdgeschoss grenzen private, bewachsene Grünstreifen die Privatterrassen von den allgemeinen Freiflächen und dem Spielplatzbereich ab.
Noch dominiert an den Baukörpern das Schwarz der Pergolen und Brüstungen, lediglich die Deckenuntersichten aus Beton und die Terrassenbeläge aus Thermoesche setzen hellere Akzente. Mittelfristig sollen jedoch Kletterpflanzen die Pergolen überwuchern. Die Landschaftsarchitekten gliederten die Freianlagen in fünf Bereiche: einen Waldgarten im Norden, einen Palmen- und einen Olivenhof im Zentrum sowie eine Nasch- und eine Kräuterecke im Westen. Überdies wurde jedes der drei Häuser einer Pflanze gewidmet. Im Haus A blicken die Bewohner auf eine Reihe von Olivenbäumen, Haus B ist von Erdbeerbäumen umgeben und die Wege rund um Haus C sind von Granatapfelbäumen gesäumt.
Passend zu seiner Naturverbundenheit erfüllt das Antonianum auch die Anforderungen des Südtiroler Nachhaltigkeitsstandards KlimaHaus Nature – auch wenn Pflanzen dort keine Rolle spielen. Bewertet werden dafür die Umweltverträglichkeit der Baumaterialien, das Wassermanagement, die Raumluftqualität, die natürliche Belichtung und der Schallschutz.

Weitere Informationen:

Landschaftsarchitektur: Galabau KG des Nikolaus Messmer & Co.
Bauphysik: Systent

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