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Schwingende Klinkerfassade

Foto: Gima Ziegel /M. Heinrich, D–München

Das Haus 0505, ein Institutsgebäude auf dem Gelände der Technischen Universität München, war ursprünglich aus unterschiedlichen, geschossweise »übereinandergestapelten« Stahlbeton-Rahmen-Kons­truktionen errichtet worden. Diese Eigenart des Vorgängergebäudes aus den 1960er Jahren wurde im Zuge der Sanierung, die insbesondere im Hinblick auf aktuelle Energie- und Brandschutzanforderungen erforderlich war, von den Architekten Hild und K aufgenommen und weiterentwickelt. Die ehemals vorgehängte Fertigteilfassade wich einer vorgemauerten Klinkerschale, mit der Bezüge sowohl zu den umgebenden TU-Bauten als auch zur übrigen Bestandsarchitektur aufgenommen wurden. Die neue Klinkerfassade gliedert sich in Brüstungen und Pfeiler. Letztere folgen dabei den Fluchten der vorhandenen Stützen und damit auch den aus der Vergangenheit konstruktionsbedingten Rücksprüngen oberhalb des ersten Obergeschosses. Die maximale Auslinkung der Pfeilerverblendung wurde dabei in der Höhe leicht variiert. So entsteht im unteren Bereich ein starkes Relief, das sich nach oben hin glättet. Unterstützt wird diese ornamentale Ausformung durch den verwendeten Klinker von Girnghuber, ein speziell für dieses Objekt produzierter Stein in der Farbe »Argento« im Sonderformat 240 x 115 x 40 mm. Die für dieses Objekt entwickelte Glasur, ähnlich einer keramischen Salzbeschichtung, ist mattglänzend, sodass sie die Lichtreflexionen der schwingenden Pfeilerbekleidungen diffus bricht. 

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2012

Fassaden

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