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Architekturbiennale, Venedig

See You in Venice

„How will we live together“ fragt der diesjährige Direktor Hashim Sarkis die 114 Architekten, Landschaftsarchitekten, Designer und Künstler, die mit ihren Arbeiten an unterschiedlichsten Locations der Stadt vertreten sind. Sarkis meint es ernst mit seinem zunächst generisch klingenden Motto. Der MIT Professor und Architekt mit Büros in Boston und Beirut wandelt selbst zwischen den Welten des Nahen Ostens und den USA: „Wir müssen den physischen Raum neu verhandeln. In einer Welt des zunehmenden ökonomischen Ungleichgewichts, die sich auch politisch immer mehr spaltet, rufen wir die Teilnehmer auf, sich Räume auszudenken in denen wir wohlwollend miteinander leben können. Die Betonung liegt auf miteinander.“

„We need a new spatial contract. In the context of widening political divides and growing economic inequalities, we call on architects to imagine spaces in which we can generously live together:“

1996 lautete das Motto des damaligen Direktors Hans Hollein „Die Zukunft erahnen – der Architekt als Seismograph“. Sarkis reicht diese beobachtende und dokumentierende Haltung nicht mehr aus. „Die Architekturbiennale 2021 setzt sich für eine aktive Rolle des Architekten ein – als einfühlsamer Organisator und Wächter über diesen Raum des Zusammenlebens.“

„In effect, the Biennale Architettura 2021 asserts the vital role of the architect as both cordial convener and custodian of the spatial contract.“

Im Umfang steht das Gesamtprogramm den vergangenen Jahren nicht nach: 63 Länderpavillons sind vertreten, zum ersten Mal dabei sind Grenada, der Irak, Usbekistan und Aserbaidschan. Vom 23. Juli bis 1. August wird das Internationale Festival des Zeitgenössischen Tanzes im Arsenale mit kurzen skizzenhaften Choreografien inmitten der Ausstellung zu Gast sein.

Die Aufschiebung der Biennale gab den Teilnehmern wesentlich mehr Zeit als in den vergangenen Jahren. So mancher Kurator hat die neuen Erfahrungen der Corona-Krise in sein Konzept eingearbeitet. Vielleicht gelingt es der Architekturbiennale Venedig gerade durch diese Verschnaufpause von einem Jahr ihre einstige Relevanz wiederzufinden. Zur Eröffnung am 22. Mai wird die in Rom geborene nach Brasilien emigrierte Architektin Lina Bo Bardi (1914-1992) mit dem Special Golden Lion für ihr Lebenswerk in memoriam ausgezeichnet. See You in Venice!

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