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Dreifachsporthalle des Hans-und-Hild-Coppi-Gymnasiums in Berlin, Schulz und Schulz, Foto: Gustav Willeit

Sensible Materialwahl: Dreifachsporthalle des Hans-und-Hild-Coppi-Gymnasiums in Berlin

Schulz und Schulz gelingt die souveräne Einbindung einer neuen Dreifachsporthalle in den denkmalgeschützten Bestand des Hans-und-Hild-Coppi-Gymnasiums in Berlin. Der große Pausenhof erhält durch den Neubau einen Abschluss in nord-westlicher Ecke, ohne die bestehenden Verbindungen zur Straße und zum Außensportbereich abzuschneiden.

Die zwei neuen Baukörper bilden nach außen die verschiedenen inneren Funktionen ab. Ein niedriggeschossiger Teil beinhaltet Nebenräume wie Umkleide-, Wasch- und Geräteräume sowie die gesamte Erschließungsstruktur. Dieser fügt sich auf gleichem Niveau an den angrenzenden Bestand an und ermöglicht durch die innere Organisation zugleich eine Durchwegung vom Hof zur Straße.

Der große Hallenbau verschneidet als eigenständiges Volumen mit der Erschließungsspange. Er teilt sich in drei Hallenbereiche, die abtrennbar und einzeln bespielbar sind. So gelingt es, dem intensiven Nutzungsbedarf durch Schul-, Vereins- und Breitensport auf dem begrenzten Baufeld gerecht zu werden.

Äußerlich fügt sich der Neubau durch eine sensible Materialwahl harmonisch in das bestehende Gebäudeensemble ein: Die Vormauerschalen der Sporthalle bestehen aus Recyclingziegeln, die sich farblich in Grau-Brauntönen an die Putzfassade des Bestands anpassen. Und auch der niedrige Gebäudeteil nimmt in Materialität und Farbigkeit Bezug auf den Altbau. Im Gegensatz dazu überrascht im Inneren die dominante rote Hallendecke und der rote Boden der Erschließungsbereiche, die als maßgebliches Gestaltungselement erfrischende Farbakzente setzen.

Der Neubau ist als Stahlbetonkonstruktion mit Flachdecken und tragenden Wänden konzipiert. Die Halle wird überspannt von einem markanten tonnenförmigen Dachtragwerk, das den Charakter einer Markthalle aufweist. Paarweise gespannte Stahlbetonträger dienen hier als Hauptträger und als Auflager für die Tonnenschalen mit einer Dachhaut aus Metall. Im Zwischenraum der beiden Träger befindet sich der Trennvorhang für die Teilbarkeit der Halle. Äußerlich lassen schmale Fensteröffnungen mit flach gemauerten Segmentbögen in der Ziegelfassade der Nord- und Südseite die dahinter befindliche Tonnenkonstruktion erahnen.

Weitere Informationen:

Architekten: Schulz und Schulz, Leipzig
Prof. Ansgar Schulz, Dipl.-Ing. Architekt BDA DWB
Prof. Benedikt Schulz, Dipl.-Ing. Architekt BDA DWB

Mitarbeit:
Carolin Michel, Dominik Schürmann

Bauleitung:
Landherr Architekten und Ingenieure GmbH

Tragwerksplanung: 
Seeberger Friedl Planungsgesellschaft mbH

Landschaftsarchitektur:
GRÜN + BUNT Landschaftsarchitekten

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