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serpentine pavilion, Francis Kere, Iwan Baan

Serpentine Pavilion 2017 von Francis Kéré

Diébédo Francis Kéré hat den Serpentine Pavilion 2017 entworfen. Er ist der siebzehnte Architekt, der einen temporären Pavillon in die Kensington Gardens stellt. Seit dem Projektstart im Jahr 2000 erregen die Pavillons internationale Aufmerksamkeit; Hans Ulrich Obrist, der künstlerische Direktor von Serpentine, und CEO Yana Peel wählten Kéré zusammen mit den Gastberatern David Adjaye und Richard Rogers zum verantwortlichen Architekten aus. 

Das Konzept des Architekten, der aus Burkina Faso kommt, ist einfach und anschaulich: Die Pavillonstruktur funktioniert wie ein Baum, der zum zentralen Versammlungsort wird. Die Natur ist in einer abstrahierten Form in diesem Pavillon präsent. Unter dem weit auskragenden Holzdach, das von einem filigranen Stahlrahmen getragen wird, befindet sich ein luftiger Innenraum, der in den Außenraum des Parks fließend übergeht. Der Pavillon besitzt vier Eingänge und einen offenen Innenhof, der zentral platziert ist. Das Dach – analog zu einer Baumkrone – schützt vor Regen und vor Sommerhitze. Für den Fall eines (hierzulande wohl nicht so ungewöhnlichen) Regenwetters plant Francis Kéré darüber hinaus ein spektakuläres Entwässerungssystem: das Regenwasser sickert einem kleinen Wasserfall ähnlich im Boden ein und dient als eine zusätzliche Bewässerung der Parkbäume. Die blau gefärbten Holzwände lassen tagsüber das Sonnenlicht hinein und verwandeln sich nachts in eine Lichtquelle, die das Licht von innen nach außen durchschimmern lässt. »Ich hoffe fast, dass es regnen wird«, zitiert der Guardian den künstlerischen Leiter Hans Ulrich Obrist, und fügt hinzu: »Der Pavillon ist sicherlich im Hinblick auf den britischen Sommer entworfen worden«.

Kéré ist bekannt für den sozialen Ansatz seiner Architekturen. Der Serpentine Pavilion 2017 wird im Laufe der Sommermonate eine Reihe von Veranstaltungen beherbergen – unter anderem gibt es auf seine Anregung im regelmäßigen Rhythmus die Radical Kitchen Talks – Gemeinschaftsgespräche mit Picknicks, bei denen Rezepte für ein besseres gemeinschaftliches Miteinander und den sozialen Wandel besprochen werden. Das Essen wird von Mazí Mas, einem Pop-up-Restaurant und sozialen Unternehmen, zubereitet, das von Migrantinnen geführt wird. 

Außerdem dient der Pavillon als eine Plattform für die Park Nights, eine Reihe von interdisziplinären Werken, die als Reaktionen auf den Bau von Kéré entwickelt werden. Francis Kéré sagt über den Serpentine Pavilion: »Ich bin fasziniert davon, wie die künstliche Landschaft in den Kensigton Gardens den Menschen in der Stadt einen neuen Weg bietet, die Natur zu erleben. In Burkina Faso bin ich es gewohnt, mit Klima und Landschaft als einer feindlichen Realität konfrontiert zu sein. Aus diesem Grund war ich nicht nur daran interessiert, inwiefern mein Beitrag eine Naturerfahrung bietet, sondern auch daran, wie Menschen miteinander in Kontakt kommen können.«

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