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Norra Tornen, OMA, Anders Bobert, Stockholm

Skulpturales Wohnen: OMA gewinnt den internationalen Hochhauspreis 2020

Die Doppeltürme Norra Tornen – zu Deutsch: nördliche Türme – gewinnen den International Highrise Award 2020. Reinier de Graaf, Partner des internationalen Büros OMA, gibt mit seinem Entwurf eine gelungene bauliche Antwort auf die Frage, wie Hochhäuser das urbane Leben im städtebaulichen Gefüge positiv beeinflussen können.
 
Die beiden Türme markieren den Übergang zwischen den zwei Stockholmer Stadtteilen Vasastaden und Hagastaden. Mit einer Höhe von 125 m heben sich die Türme deutlich von der umliegenden niedrigeren Bebauung ab.  Damit greift das Projekt ein bekanntes städtebauliches Motiv auf. In der schwedischen Hauptstadt standen Doppeltürme bereits in der Vergangenheit symbolisch für ein Tor zu etwas Neuem. Dieses gestalterische Mittel wird besonders von Peter Cachola Schmal, dem Direktor des DAM, gelobt.
 
Die zwei Gebäude bestehen aus qualitativ hochwertigen Betonfertigteilelementen, die eine schnelle und günstige Bauweise ermöglichen. Ihre geschickte Fügung erzeugt loggienartige Balkone oder hervortretende Würfel mit großen Fenstern. Dadurch gelangt auch in den langen Wintermonaten Schwedens genug Licht in die Räume. Der sanfte Braunton der skulpturalen Baukörper fügt sich gut in die städtebauliche Umgebung ein, die durch Gebäude in den Farbtönen Beige bis Rot geprägt ist.
 
Die Würfelmodule beherbergen größtenteils Wohnungen, aber auch verschiedene gemeinschaftlich nutzbare Räume, wie ein Kino, ein Gäste- und Versammlungsraum, eine Sauna, einen Fitness- und Yogaraum. Zudem gibt es sowohl im Erd- als auch im Dachgeschoss öffentliche Nutzungen in Form von Geschäften und Restaurants, wodurch eine große Nutzungsmischung entsteht.
 
Auch für zukünftige Projekte dieser Art, legte das Büro OMA einen Grundstein: Norra Tornen könnte nach der Kulturdezernentin Frankfurts Ina Hartwig eine „pragmatische Wohnlösung für Großstädte der Zukunft“ sein.
 
 
Die Ausstellung „Best Highrises 2020/21“ ist noch bis zum 25. April 2021 im Deutschen Architekturmuseum (DAM) zu sehen. Sie umfasst neben dem Gewinnerprojekt und den Finalisten alle 31 nominierten Projekte.

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