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»smartgeometry 2011« in Kopenhagen

»smartgeometry 2011« in Kopenhagen

Es ist jedes Jahr einer der Höhepunkte im Kalender der internationalen Digital Community: Der Workshop mit anschließender Konferenz von smartgeometry. 2001 schlossen sich Computerpioniere führender Architekturbüros zusammen, um eine gemeinsame Plattform auf dem damals neuen Gebiet des digitalen parametrischen Planens und Bauens zu schaffen und einen intensiven Austausch von Praxis, Lehre und Forschung zu fördern. Mit experimentellen Methoden sollen neue Anwendungsgebiete für die aktuellsten Softwaretools ausgelotet und diese gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Dabei sind nicht nur die Produkte des Sponsors Bentley Systems zugelassen, wie Microstation, Generative Components oder die Erweiterung Kangaroo, sondern auch Rhino, Grasshopper und Co.

»smartgeometry 2011« in Kopenhagen

Der erste Eindruck beim Besuch der Workshops in der historischen Backsteinhalle der Architekturfakultät in Kopenhagen verblüffte jeden Besucher: Hoch motiviert und emsig wie in einem Bienenstock flechten die Teilnehmer unterschiedlichster Nationen Metallkörbe, gießen Gips in Holzschablonen, züchten Bakterien in Petrischalen, weben Stoffe oder kleben Hunderte ausgestanzte Pappkartons zu einer dreidimensionalen Skulptur zusammen. Was hat das alles mit Computational Design zu tun? Die Antwort liefert das Motto »Building the Invisible: Informing Digital Design with Real World Data«. Es geht um die Vernetzung der realen mit der digitalen Welt und zwar in allen erdenklichen Maßstäben, von der mikroskopischen Erzeugung von Energie durch Bakterien, die je nach Lichteinstrahlung Bewegungen eines Architekturmodells auslösen, bis zur städtebaulichen Dimension: Teilnehmer ermitteln mit selbst entwickelten Sen­soren die Luftqualität an verschiedenen Orten, speisen sie in eine Datenbank ein und erstellen neuartige dreidimensionale Diagramme. Aus über 50 Einreichungen wählte die Jury 10 Workshop-Cluster aus, für die sich 100 Teilnehmer bewerben konnten: Die müssen sich innerhalb von nur 4 Tagen als Team organisieren, das physische Modell bauen, die digitale Programmierung generieren und die Daten auswerten und anschaulich aufbereiten. Die abschließende Konferenz zeigte schließlich, wo die neuen Technologien bereits in der Praxis stehen. U.a. erläuterte Keynote Speaker Ben van Berkel, wie sein Büro UNStudio mit parametrischen Gebäudemodellen arbeitet, Usman Hague stellte seine Online Plattform Pachube.com vor (alle Videos auf www.bentley.com/en-US/PromoSmartGeometry/2011/2011+Videos.htm)

Die nächste smartgeometry wird unter dem Thema »Material intensities« vom 19. bis 24. März 2012 in den von Richard Rogers errichteten Gebäuden des Rensselaer Polytechnic Institute in Troy, Upstate New York stattfinden. Bis zum 19. September können Vorschläge zu den Clustern eingereicht werden, die Bewerbungsfrist zur Teilnahme an den Workshops läuft vom 21. Oktober bis zum 31. Dezember 2011.

»smartgeometry 2011«

Frank Kaltenbach

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 9/2011

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