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Solare Kühlung als Zukunftsmarkt: die ESTEC 2009 in München

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Bild: www.estec2009.org

Zukunftsmärkte wie die Solare Klimatisierung gehören zu den „heißen“ Themen der 4. Europäischen Solarthermiekonferenz estec2009, die vom 25.- 26. Mai in München stattfindet. Die estec ist die größte internationale Konferenz für Solarthermie und findet alle zwei Jahre im Vorfeld der weltweit größten Fachmesse für Solartechnik Intersolar statt.

600 Teilnehmer aus 50 Ländern erwartet der Veranstalter European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) am 25. und 26. Mai 2009 im Hotel Bayerischer Hof in München. Die estec ist in ihrer Art einmalig: Sie ist die größte internationale Tagung weltweit, die ihren Blick ausschließlich auf das solare Heizen und Kühlen richtet.

Hintergrund: Solare Klimatisierung von Gebäuden

Die Nachfrage nach Kühlgeräten wächst mit rasantem Tempo: Zwischen 2002 und 2007 hat sich der Absatz an Klimatisierungssystemen bis 5 kW Kühlleistung fast verdoppelt. Dieser Zuwachs treibt den weltweiten Strombedarf, besonders in den wärmeren Klimazonen, nach oben. Damit wächst auch das Interesse an innovativen, energiesparenden Technologien wie der Solarthermie. Eigentlich wandeln solarthermische Systeme Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie um. Die Wärmeenergie kann allerdings auch zum energiesparenden Klimatisieren von Räumen eingesetzt werden.
Konventionelle Klimaanlagen weisen einen sehr hohen Stromverbrauch auf. Zudem werden sie nicht nur aufgrund problematischer Kältemittel wie FCKW sondern auch im Hinblick auf die anfallenden CO2-Emissionen zunehmend kritisch bewertet. Bei solarer Klimatisierung hingegen wird die Antriebsenergiequelle nicht wie bei einer herkömmlichen Kältemaschine durch elektrische Energie aus dem Stromnetz, sondern mit solarer Wärme aus Kollektoren betrieben. Grundlage der solarthermisch betriebenen Kühlung ist der thermochemische Vorgang der Sorption. Die Nutzkälte wird entweder durch die Anreicherung des verdampften Kältemittels (in der Regel Wasser) an einen Feststoff (Adsorption) oder durch die Aufnahme des Kältemittels in ein Lösungsmittelgemisch (Absorption) erzeugt. Anschließend wird durch die Zufuhr der Solarwärme das Kältemittel wieder aus der Lösung oder dem Feststoff ausgetrieben, damit der Kreislauf von vorne beginnen kann.
1,4 bis 2 Kilowattstunden Solarwärme sind für die Produktion von einer Kilowattstunde Nutzkälte nötig. Da die Solarwärme nicht teuer von einem Stromanbieter erworben werden muss, ist der Wirkungsgrad aber kein wirkliches Hindernis für die neue Technologie. Die momentan noch hohen Investitionskosten und die folglich langen Amortisationszeiten stellen die solare Klimatisierung vor überwindbare Herausforderungen. „Steigende Strompreise und mehr und mehr erfolgreich laufende Systeme versprechen diesem Sektor mittelfristig eine exzellente Perspektive“, bilanzieren die europäischen Wissenschaftler der auf der estec2005 gegründeten European Solar Thermal Technology Plattform (ESTTP).

Website der estec 2009:
www.estec2009.org

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