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Titanzink von Rheinzink

Sonnenschutz aus schieferfarbenem Titanzink

Als Standort für das Gesundheitszentrum bot sich ein Grundstück im Herzen Nozays an, das direkt gegenüber dem ört­lichen Krankenhaus liegt.

Das Pariser Büro a+ samueldelmas entwickete ein zweigeschossiges Gebäude, das die Topologie des Geländes aufgreift und die unterschiedlichen Nutzungsbereiche um zwei tageslichtspendende Innenhöfe gruppiert. Gestalterische Highlights sind die Fassade und sieben Dachaufbauten mit Lichtkuppeln, über die Tageslicht nach innen geleitet wird. Die Fassade ist schieferfarben und erinnert an Lamellenvorhänge, die übereinander montiert wurden und unterschiedlich eingestellt sind. Das entspricht dem Wunsch des Bauherrn, die Architektur und Geschichte Nozays mit einer langlebigen, wartungsfreien Fassade und einem wirkungsvollen Sonnenschutz zu kombinieren. In der Region wurde früher Schiefer abgebaut. Da der Naturstein jedoch nicht für die Fassade infrage kam, fiel die Wahl auf Titanzink von Rheinzink in der Oberflächenqualität prePatina schiefergrau.

Die Patina bildet sich durch Regenwasser und das Kohlendioxid in der Luft auch nach Beschädigungen immer wieder neu. Die Entstehung der Schutzschicht verläuft ungleichmäßig und kann durch Lichtreflexe auf der Oberfläche ein unruhiges Aussehen zur Folge haben. Durch ein einmaliges Beizverfahren erhält das Titanzink werksmäßig den Farbton, den es durch die natürliche Bewitterung ohnehin erhalten würde. Die Fähigkeit, die schützende Patina zu bilden, bleibt dabei vollständig erhalten. Neben prePatina schiefergrau gibt es noch die Oberflächenqualitäten prePatina blaugrau und prePatina walzblank. Außerdem bietet das Unternehmen farbige Beschichtungen auf PVDF-
Basis an sowie die zusätzliche Ausstattung mit einer transparenten Schutzschicht.

Das Material lässt sich leicht verarbeiten und auch an ausgefallene Formen und Geometrien anpassen. Eine Eigenschaft, die beim Gesundheitszentrum Nozay deshalb eine elementare Rolle spielte, weil die Architekten eine Brise Soleil, wörtlich übersetzt einen Sonnenbrecher, also einen Sonnenschutz, der die Innenräume verschattet, ohne den Ausblick nach draußen zu behindern, einsetzten. Die Brise Soleil wird feststehend, auskragend und in der Regel waagerecht verlaufend ausgeführt. In Nozay jedoch umhüllt sie das Gebäude in senkrechter Linienführung. Verstärkt wird diese Wirkung dadurch, dass die senkrechte Linienführung auch vor den Wandflächen fort-
gesetzt wird.

Die Titanzink-Fassade setzt sich aus der Kombination von drei unterschiedlichen Modulen zusammen: es gibt ein Modul für die Wandflächen, eines mit den Brise Soleil-Elementen für den Fensterbereich und eines für die Montage vor Fenster und Wand. Um die Fassade abwechslungsreich zu gestalten, gab es für jede Modulart drei unterschiedliche Ausführungen, die beliebig miteinander kombiniert werden konnten. Zwischen den vertikalen Stahlblechen stehen die unbeweglichen Elemente der Brise Soleil – mal im 90°-Winkel zu den Fenstern, mal im 45°-Winkel und mal im 135°-Winkel. Sie bestehen aus wetterfesten Sperrholzplattenstreifen, die mit Titanzink ummantelt sind. Im Bereich der Wandflächen wurden die aus Schalbrettern bestehenden Grundplatten mit 0,30 m breiten und mit Hohlumschlägen gekanteten Titanzinkscharen bekleidet.

12 t Titanzink wurden beim Gesundheits-zentrum Nozay verarbeitet, die Hälfte davon für die rund 950 m2 großen Dachaufbauten. Die anderen 6 t dienten zur Herstellung der Brise Soleil und der Rippenmodule. Sie verleihen dem Gesundheitszentrum in Nozay ein einmaliges Aussehen.

Weitere Informationen: www.rheinzink.de

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