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Grafik: shift architecture urbanism

Sozial distanziertes Einkaufen: Mikromarkt-Konzept von Shift

Das Einkaufen von Lebensmitteln ist während der Corona-Pandemie mit den Vorgaben zum „Social distancing“ streng geregelt. Supermärkte haben unter der Auflage von genau definierten Vorsichtsmaßnahmen weiterhin geöffnet, sind aber meist überlastet. Der Besuch von Wochenmärkten wäre eine gute Alternative, doch Maßnahmen zur Einhaltung der Abstandsregeln sind dort schwerer zu kontrollieren, das Infektionsrisiko ist erhöht. Nicht selten drängen sich die Besucher vor den Ständen und die Ware wird von verschiedenen Kunden angefasst.
 
Mit ihrem Konzept für hyperlokale Mikromärkte möchten die Architekten von Shift das Einkaufen unter freiem Himmel weiterhin ermöglichen und fördern. Ein durchdachtes Wegekonzept sorgt für die Einhaltung der Abstandsregeln und verringert so die Ansteckungsgefahr.
 
Die Wochenmärkte sollen dafür in kleinere Einheiten aufgegliedert und dezentralisiert werden. Da die meisten Marktstände ohnehin flexibel und beweglich sind, ist das gut umzusetzen. Etwa drei Stände bilden einen Mikromarkt. Über die ganze Stadt verteilt sind sie für alle Bürger in nächster Nähe gut erreichbar. Anders als üblich haben die Mikromärkte nicht nur an ein oder zwei Tagen, sondern an fünf Tagen in der Woche geöffnet. So werden die Besucherströme entzerrt.
 
Einfache Absperrklebebänder markieren 16 Felder im Raster von 1,50 x 1,50 m auf dem Boden. Mobile Barrieren, wie sie für Straßensperrungen oder Festivals verwendet werden, grenzen den Bereich ein und leiten die Kunden zum Eingang. Im Markt dürfen sich immer nur sechs Personen aufhalten. Damit der Sicherheitsabstand eingehalten wird, ist pro Rasterfeld nur eine Person erlaubt.  An den drei anderen Seiten begrenzen Verkaufsstände die Fläche. Hier können die Kunden Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte kaufen. Die Händler stellen dafür schon vorher kleine Päckchen zusammen. Das verhindert, dass die Ware von verschieden Kunden berührt wird und verkürzt zudem die Aufenthaltszeit im Raster. Nach dem Einkauf verlassen die Besucher den Markt über zwei Ausgänge neben den Verkaufsständen.

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