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Sparen wir uns teuer? Debatte auf bkult.de zur Energiewende

Ob wir es wollen oder nicht: Die energetische Optimierung der Architektur macht das Bauen teurer. Immer höhere Energiestandards treiben die Baukosten beim Neubau in die Höhe. Und im Altbau werden die Kosten der energetischen Sanierung in der Regel auf die Mieter umgelegt – mit der Folge, dass sich viele von ihnen ihre Wohnungen nicht mehr leisten können. „Schließen sich Energiewende und bezahlbares Wohnen aus?“ fragt die Plattform für Baukultur BKULT in ihrer aktuellen Debatte auf www.bkult.de.

Ehemaliges Doppelhaus in Eisenach, die linke Haushälfte ist mittlerweile abgerissen, Foto: Max von Trott

„Nein“, hieß es anfangs ganz unisono. Schließlich hätten wir inzwischen das Wissen und den technischen Stand erreicht, um energieeffiziente Bauten zu erstellen (Mathias Heinz, pool Architekten), die steigenden Miet-Nebenkosten stünden mit fehlenden Rücklagen in Verbindung (Sabine Djahanschah), man müsse auf dezentralen Energieversorgung umstellen (Axel Gedaschko) und last but not least: müssten in den Wohnungsbaugesellschaften wieder Planer, und nicht nur Kaufleute in Führungspositionen gebracht werden (Thomas M. Krüger).

Inzwischen hat die Debatte auf BKULT Fahrt aufgenommen.  Ein „penetrantes Ökostrebertum“ führe in Deutschland dazu, „dass das Gebäude in einem Maß gedämmt wird, das vergleichbar mit einem Menschen ist, der auch im heißesten Hochsommer in dicken Wintersachen herumläuft“, so André Kempe (von Atelier KempeThill). Arno Brandlhuber fordert, dass wir uns zukünftig einfach mit weniger Wohnraum und mit thermisch nicht optimierten Übergangszonen anfreunden sollten. Und mit einem furiosen „Raus aus der Komfortzone einer allumfassenden Regulierung“  hinterfragt seit gestern auch Daniel Niggli (von EM2N) das Schweizer Minergie-Imperium. Die Debatte wirft ein Schlaglicht auf ein soziales Konfliktpotential der Energiewende, das sich immer weniger verdrängen lässt.

Diskutierten Sie also mit! Auf www.bkult.de

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