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Staab Architekten: Baubeginn für deutsch-polnische Schule in Warschau

Deutsche und Polen sind sich räumlich so nah – und doch immer wieder so fremd: Die Intensivierung des deutsch-polnischen Dialogs gehört jedoch allein auf Grund der geografischen Nähe und der über lange Strecken gemeinsamen Geschichte zu den wichtigen außenpolitischen und kulturellen Aufgaben unserer Zeit – nicht nur aus wirtschaftspolitischen Gründen. Ein Schritt in diese Richtung ist die Einführung einer deutsch-polnischen Begegnungsschule, für die am 15. Mai 2013 der Baubeginn in Warschau gefeiert wurde. Die nach einem der frühen bundesrepublikanischen Förderer dieses Dialogs benannte „Willy-Brandt-Schule“ entsteht nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Staab Architekten, die bereits im Frühjahr 2008 den entsprechenden Wettbewerb gewonnen hatten. Bauherr der Schule ist der „Deutsche Schulverein Warschau“, der vom Auswärtigen Amt gefördert wird, die baufachliche Betreuung erfolgt vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Bonn.

Staab Architekten hatten die Jury im Wettbewerb mit einem ungewöhnlichen räumlichen Konzept aus vier einzelnen Baukörpern überzeugen können, in denen sowohl das Raumprogramm schlüssig untergebracht wird, das zusätzlich jedoch auch gut proportionierte, geschützte Außenräume bietet. Die vier „Häuser“ nehmen die Grundschule, das Gymnasium, eine Aula und eine Sporthalle auf, ein fünftes „Häuschen“ beherbergt eine Pförtnerloge. Das Gymnasium stellt durch seine Höhe mit vier Geschossen und durch seine Lage den zentralen Eingangsbereich der Anlage dar. Der Haupteingang und die Zufahrt zum Parkplatz erfolgen von der Straße Ledóchowska aus und sind durch den Pförtner gesichert. Über einen gemeinsamen Eingangshof erreicht man die Foyers der Grundschule, des Gymnasiums und der Aula.

Die Schule wird 125 Grundschülern und 400 Gymnasiasten Raum zum Lernen bieten, das Baugrundstück ist rund 20.000 Quadratmeter groß, die Nutzfläche umfasst rund 5.800 Quadratmeter. Zum Raumprogramm gehören 34 Klassenräume, 17 Fach- und Vorbereitungsräume, Verwaltungsräume, eine Kantine, eine 560 Quadratmeter große Aula und eine große Dreifeldsporthalle mit Sozial- und Umkleideräumen. Die Fertigstellung der Willy-Brandt-Schule ist für Oktober 2014 geplant, die Baukosten werden mit 19 Millionen Euro angegeben. (CV)

Weitere Informationen:
www.staab-architekten.com

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DETAIL 9/2018, Schulen

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