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Stadia: Sport and Vision in Architecture

In diesem Sommer werden Londons Olympiastätten bis auf den letzten Platz besetzt sein, aber wo nahm die Tradition der Sportstadien eigentlich ihren Anfang? Das Sir John Soane’s Museum in London zeigt die Entwicklung dieser ikonischen Bauten von der Antike bis heute.

Ort: Sir John Soane’s Museum, 13 Lincoln’s Inn Fields, London, WC2A 3BP
Dauer: 6. Juli - 22. September 2012

King Abdullah Sports City, Saudi-Arabien, Rendering: Populous Architects
King Abdullah Sports City, Saudi-Arabien, Rendering: Populous Architects

Die Ausstellung – gesponsert von Populous Architekten, dem offiziellen Büro für Architektur und Overlay-Design der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 – beginnt mit einem Blick auf die ersten, permanenten Bauten wie die antiken Stadien von Olympia und Nemea in Griechenland und das Kolosseum in Rom. Im Mittelalter traten provisorische Einrichtungen an die Stelle von permanenten Stadien. Der Palio di Siena und der Calcio Storico in Florenz sind nur einige der sportlichen Highlights, die auf zentralen Plätzen mitten in den Städten ausgetragen und von Fans auf provisorischen Zuschauertribünen verfolgt wurden.

Einer der größten Schätze der Stadia-Ausstellung ist der Codex Coner, ein Manuskript aus der Renaissance-Zeit, das sich im Besitz von Sir John Soane befand. Es enthält die früheste archäologisch korrekte Dokumentation des Kolosseums, die auch Michelangelo für seine Arbeit nutzte. Eine Panathenäische Amphore mit Szenen von Waffenläufen, Terrakottalampen mit Abbildungen von kämpfenden Gladiatoren: Leihgaben des British Museums zeigen, wie Kunst seit jeher eingesetzt wurde, um Sportarenen zu verschönern und zu verherrlichen.

Das Kolosseum in Rom, Sir John Soane's Museum
Das Kolosseum in Rom, Sir John Soane's Museum

Der zweite Teil von Stadia erläutert die Planung von modernen Sportstadien, unter anderem anhand eines detailgetreuen Modells des hochmodernen Olympiastadions in Stratford, das in der neuen Soane Gallery ausgestellt ist.

„Die großartigen Stadien der Antike wie das Kolosseum sind die Vorfahren der innovativen Sportarchitektur heutiger Olympia-Veranstaltungen“, sagt Tim Knox, Direktor des Sir John Soane’s Museum. „Römische Reliefs von Wagenrennen in einem Hippodrom, Soanes Zeichnungen des Kolosseums, und die ovale Form, Tribünenbestuhlung und das einziehbare „Velarium“ des Londoner Olympiastadions beweisen den unaufhaltsamen Einfluss, den diese Gestaltungsmerkmale der Antike auf die modernen Formen hatten.

Olympia Stadion in London, Foto: Populous Architects
Olympia Stadion in London, Foto: Populous Architects

Rod Sheard, Senior Principal bei Populous Architects erklärt: “Sportstadien sind die Kathedralen des 21. Jahrhunderts. Im Sommer 2012 wird das Londoner Olympiastadion eines der meist beachteten Gebäude werden und eine Pilgerschaft an nationalen und internationalen Athleten und Zuschauern zusammenbringen, die eine einzigartige Erfahrung teilen werden. Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem ein Stadion, mehr als jedes andere Gebäude in der Geschichte, die Fähigkeit hat, eine Kleinstadt oder Stadt zu gestalten. Es macht eine Gemeinschaft bekannt, verschafft ihr Identität und setzt einen Blickfang in die Landschaft. Indem wir die Vergangenheit betrachten, bewegen wir uns in Richtung Zukunft und schaffen diese Katalysatoren, die ganze Areale neu beleben und Teil des Vermächtnisses eines größeren Prozesses werden.“

 

Sir John Soane’s Museum Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag: 10 bis 17 Uhr

Der Eintritt ist frei.

www.soane.org

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