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Ausstellung Frau Architekt

Starke Identifikationsfiguren: Ausstellung zu Frauen im Architekturberuf

Im Vergleich ausgewählter europäischer Länder gibt es in Deutschland mit ca. 1,3 Architekt*innen pro 1000 Einwohner*innen eine überdurchschnittlich hohe Architekt*innendichte. Trotzdem ist der Frauenanteil in Deutschland im europäischen Ländervergleich gering: Betrachtet man die Genderverteilung bei den Architekturschaffenden aller europäischen Länder, befindet sich Deutschland hinsichtlich des Frauenanteils in der hinteren Mitte auf Platz 15 von 25.

Am fachlichen Interesse liegt es nicht, wie die Studierenzahlen belegen: Seit den frühen 1970er-Jahren steigt die Zahl der weiblichen Architekturstudierenden kontinuierlich, seit 2006 stellen sie die Mehrheit. Dennoch machen sie nur 31% der Kammermitglieder aus. „Es braucht immer noch sehr viel Selbstvertrauen, um seinen Weg als Frau in der Architektur zu machen“, versucht die erfolgreiche Architektin Alison Brooks diesen Widerspruch zu erklären: „Wir wachsen mit Helden und Göttern auf, die allesamt männlich sind.“

Baukultur Nordrhein-Westphalen macht deshalb in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum und der Architektenkammer des Landes innovative Architektinnen in der Ausstellung „Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“ sichtbarer. Porträts und Werkschauen von 30 Frauen zeigen starke Identifikationsfiguren und machen „Mut auf Beruf“. Die Ausstellung ist gegliedert in einen historischen Teil, der charakteristische Werdegänge und Tätigkeitsfelder für die Zeit vom späten Kaiserreich bis in die 1970er-Jahre zeigt, und eine umfangreichere, aktuelle Abteilung, die gegenwärtige Architektinnen aus Nordrhein-Westphalen und ihr Werk vorstellt. Anders als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, umfassen deren Projekte mittlerweile alle Bereiche und Typologien der Architektur. Ein Fokus auf den Wohnungsbau bleibt gleichsam erkennbar.

Das Begleitprogramm schafft pandemiekonform einen Rahmen, um über Gründe und Möglichkeiten zur Veränderung dieses ungleichen Geschlechterverhältnisses zu diskutieren.

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