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Symbiose von Architektur und Kunst: Herzog & de Meuron in München

„Architektur als Gesamtkunstwerk mit den anderen Künsten verbinden“, so fordert es bereits das Gründungsmanifest des Bauhauses im Jahr 1919. Architektur und Kunst werden nicht nur von dem jeweils herrschenden Zeitgeist bestimmt, sondern prägen diesen auch selbst.
 
Zeitgenössische Antworten gaben Herzog & de Meuron bereits mehrfach. Ihre institutionellen Anfänge lassen sich beispielsweise in München erleben. So etwa auch in der Sammlung Goetz: Die Kunst ist hier nicht Füllwerk eines Gebäudes, vielmehr dient die Architektur der Kunst und hebt diese hervor, ohne selbst dabei im Schatten zu stehen. Das Architekturbüro aus Basel erbaute 1992/93 die Sammlung Goetz als ihr erstes museales Projekt. Nach präzisen Vorstellungen der Kunstsammlerin Ingvild Goetz und in Anlehnung an die Gegebenheiten des benachbarten Wohngebietes, entstand in München-Oberföhring ein durchdachter und durch klare Linien bestechender Kunstbau. Die Architektur ist hier selbst Kunstwerk, tritt jedoch durch ihre Schlichtheit in den Hintergrund und bietet somit eine ideale Bühne für Wechselausstellungen.
 
Auf andere Weise zeigen sich die Fünf Höfe in der Münchner Innenstadt als Plattform der Kunst, die Herzog & de Meuron zusammen mit Hilmer Sattler Architekten (München) und Ivano Gianola (Mendriso) von 1998 bis 2003 geplant und umgesetzt haben. Hier bildet das Gebäude mit seinen Passagen und Höfen den Rahmen für besondere Kunst am Bau. Die Kunst ist integriert, identitätsstiftend und zugleich wichtiger Teil der Architektursprache.


Guiding Architects Munich stellt in Kooperation mit Filomene und der Sammlung Goetz beide Projekte auf dem kostenfreien „Walkshop“– „mehr als eine Führung und anders als ein Workshop“ –  vor. Teilnehmer*innen erwartet ein konstruktiver Austausch und spannende Diskussionen zu den Fragen wie Baukultur gesellschaftliche Beteiligung schaffen kann, warum Kunst soziale und politische Bildung ermöglicht und welche Zusammenhänge zwischen den Bereichen bestehen.


Startpunkt ist die Sammlung Goetz. Für den Weg zu den Fünf Höfen wird ein Shuttle eingerichtet.

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