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Tangram in Grautönen: Fußgängerbrücke in Toronto

Das South-Core-Gebiet liegt nur einen Steinwurf vom Ufer des Ontariosees entfernt inmitten von Toronto. Dennoch lagen die Flächen lange brach, weil sie der kanadischen Bahn gehörten und durch die Gleisflächen der Union Station – Torontos größtem Bahnhofs – vom Stadtzentrum getrennt waren.

Diese Zeiten sind nun vorbei; Immobilieninvestoren haben sich des South Core bemächtigt und dort in den letzten fünf Jahren mehrere Bürohochhäuser und ein Hotel errichtet. Als Verbindung zwischen dem Hotel und dem benachbarten Kongresszentrum schufen die beiden Künstler Jennifer Marman und Daniel Borins gemeinsam mit dem New Yorker Architekten James Khamsi die SFC Bridge. Sie bildet gleichsam die Verlängerung des schon1989 errichteten „Skywalk“, der das Kongressgebäude an das Stadtzentrum jenseits der Bahngleise anbindet.

Dunkle Aluminiumbleche „winden“ sich im Zickzack um die Brücke wie ein überbreites Geschenkband. Ihre Anordnung folgt fast exakt jener des Stahlfachwerks, das im Inneren der Brücke sichtbar geblieben ist. Scheinbar „hinter“ dem schwarzen Aluminiumband (doch in Wirklichkeit in einer ebene mit ihm) kommt die regelmäßigere, horizontale Bandstruktur der Verglasung zum Vorschein, die gestalterisch an die Hülle des älteren Skywalk angelehnt wurde.

Völlig anders ist der Raumeindruck im Inneren der Brücke, wo die Entwerfer eine dritte, deutlich unregelmäßigere Ordnung schufen. Die Innenseiten der opaken Außenwände wurden in Grautönen mit einem am Rechner entworfenen Muster gestrichen, dass das Stahltragwerk und die dreieckigen Fensteröffnungen frei umspielt.

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