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Techtextil 2013

Im Zwei-Jahres-Turnus tagende internationale Fachmesse für Technische Textilien und Vliesstoffe mit einem Fokus auf Leichtbautextilien beziehungsweise textiles Bauen mit Faserverstärkung. Im Rahmen des Techtextil-Symposiums, das parallel zur Fachmesse stattfindet, präsentieren anerkannte Referenten im Vortragsblock „Textilbeton“ neue Erkenntnisse im Bereich des textilbewehrten Betons.

Ort: Messe Frankfurt,  Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main
Datum: 11. bis 13. Juni 2013
Techtextil-Symposium: 13. Juni 2013, Congress Center Messe Frankfurt

Carbon-, Glas- oder Aramidfasern als Verstärkungsmaterialien einzusetzen, ist in der Industrie schon seit langem üblich. In Kombination mit Beton bieten faserbewehrte Konstruktionen für das Baugewerbe immer mehr Potenziale zur Reduzierung des Materialaufwands und die Umsetzung von Leichtbaukonstruktionen für Fassadenelemente und Flächentragwerke. Auf der Techtextil, der internationalen Fachmesse für technische Textilien und Vliesstoffe, zeigen Unternehmen und Institute ihre neuesten Entwicklungen für den textilen Leichtbau.

Dass sich vor allem Kohlenstofffasern auch für die Herstellung besonders filigraner Betonstrukturen im Baugewerbe eignen, ist relativ neu und inspiriert nun Architekten und Hersteller gleichermaßen zu neuen Entwürfen. Zu nennen ist hier beispielsweise die SGL Carbon Group mit Hauptsitz in Wiesbaden, die im Frühjahr 2012 unter dem Namen „Carbocrete“ einen offenen Ideenwettbewerb auslobte, um nach neuen Anwendungsideen und Einsatzszenarien für carbonfaserverstärkten Beton zu suchen (siehe unsere Berichterstattung dazu).

In Forschungsprojekten an der RWTH Aachen, der TU Dresden oder dem Sächsisches Textilforschungsinstitut Chemnitz werden derzeit die Möglichkeiten zur organischen Gestaltung unter Einsatz von 3D-Textilbewehrung mit dem notwendigen Know-How und neuen Werkstoffentwicklungen unterfüttert. So hat das STFI im Rahmen eines Verbundprojekts mit der TU Chemnitz, der FiberTech Group, der Hentschke Bau GmbH sowie den Firmen Panadur GmbH und Metallbau Hausmann GmbH einen neuen Hybridwerkstoff entwickelt, der die Vorteile von Textilbeton und glasfaserverstärktem Kunststoff hinsichtlich Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Gestaltungsfreiheit vereint.

Eine ähnliche Entwicklung hat der Baustoffhersteller HERING in Kooperation mit der RWTH Aachen und der TU Dresden umgesetzt. Dabei entstand das Fassadensystem betoShell aus nur 30 mm dicken Fassadenplatten, die mit einer 3D-Textbewehrung ausgestattet wurden und Winddrücken von bis zu 1,80 kN/m2 standhält.

Insbesondere beim Bau großer Flächentragwerke für Fußballstadien oder Flughäfen spielen Leichtbau-Konstruktionen unter Verwendung von Membrantextilien ihre Vorteile aus. Die Verseidag Indutex GmbH aus Krefeld hat sich in den letzten Jahren mit der Umsetzung einiger spektakulärer Bauwerke zu einem der Marktführer in diesem Bereich entwickelt. Das Unternehmen fertigt hochwertige Gewebe aus Glas- oder Polyesterfasern und beschichtet diese zum Schutz vor Witterungseinflüssen mit PTFE beziehungsweise PVC. Die Gewebe werden zudem mit einer Low-E Beschichtung ausgestattet, die das Durchdringen von Wärme in den Innenraum verhindert und Sonnenstrahlung reflektiert.

Weitere Informationen zur Messe:
www.techtextil.com

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