You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Testwohnen im Connected Comfort

Testwohnen im Connected Comfort - Loft in Alling

DETAIL: Was war Ihre Motivation, sich als Testwohner zu bewerben und mit welchen
Erwartungen sind Sie hier angekommen?

Kuri: Im Rahmen einer aktuellen Bauaufgabe beschäftigen wir uns gerade intensiv mit dem Thema Komfortvernetzung. Als wir dann in der DETAIL über die Testmöglichkeit gelesen haben, wollten wir die komplexe Vernetzung und Steuerung gerne selbst ausprobieren und so vielleicht auch neue, uns noch unbekannte Lösungen kennenlernen.
Reichert: Anhand dieser Erfahrungen können wir unsere Bauherren nun deutlich besser beraten. Auch den Verbund der fünf Marken fand ich spannend, denn wir hatten schon Projekte, bei denen wir vernetzte Gebäudetechnik eingesetzt haben, aber eben noch nicht in dieser Komplexität.
Rappel: Ich wollte in erster Linie das System kennenlernen. Der Zusammenschluss der einzelnen Hersteller und die daraus resultierenden Vorteile haben mich interessiert.

DETAIL: Sind Ihre Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen worden?

Streit: Wir haben den Aufenthalt im Loft wie eine »Auszeit« genossen. Da die Zeit begrenzt war, haben wir alles sehr intensiv getestet und sehr konzentriert wahrgenommen, was nicht ganz dem Komfortnutzer entspricht, der das in seinem Alltag integriert.
Rappel: Ich habe es als sehr angenehm empfunden, dass man direkt beim Ankommen alle Funktionen mit nur einem Knopfdruck aktivieren konnte. Diese voreingestellten Szenarien sind schon sehr komfortabel.
Reichert: Die meisten Features waren so, wie ich es erwartet hatte. Besonders begeistert war ich allerdings von dem Duscherlebnis mit »Sensory Sky« und die »Horizontal Shower«. Die voreingestellten Szenarien machen die Bedienung wirklich einfach und man kann sich toll entspannen.

DETAIL: Was hat Ihnen besonders gut gefallen, was hat Sie weniger überzeugt?

Kuri: Ein absolutes Highlight war auch für mich die Horizontal Shower – das perfekte Produkt, um schnell eine Auszeit zu nehmen und vom Alltag abzuschalten. Ansonsten fand ich die Bedienung teilweise etwas schwierig, was aber auch schlicht der Kürze der Zeit und der Fülle an Möglichkeiten geschuldet sein kann. Generell wäre wünschenswert, dass sich die vorprogrammierten Szenarien auch noch manuell erweitern lassen. Vielleicht könnte man auch auf manche Funktion verzichten und die Steuerung dadurch etwas einfacher gestalten.
Rappel: Mich hat wirklich die Kombination der einzelnen Funktionen am meisten überzeugt. Das Zusammenführen einzelner Systeme unter einem Dach mit der einfachen Bedienung per Knopfdruck, das ist super. Wie Herr Kuri fände ich die Möglichkeit, die voreingestellten Szenarien schnell und individuell erweitern zu können, wünschenswert.
Reichert: Ich hätte mir noch spezifischere Informationen über die technischen Hintergründe gewünscht. Das ist für den eigent-
lichen Nutzer vielleicht nicht so relevant, aber für uns als Planer schon wichtig, um entsprechend beraten zu können.

DETAIL: Was macht für Sie den Komfort dieser raumübergreifenden Vernetzung aus?

Streit: Das schnelle Abrufen individuell programmierter Szenarien, die Funktion, Stimmung, Licht und Musik miteinander verbinden ist Luxus pur. Dies ermöglicht einem vom Alltag gestressten Nutzer per Knopfdruck zu entspannen.
Reichert: Gerade auch bei den Standardanwendungen wie z.B. der Jalousiesteuerung fand ich die Möglichkeiten wirklich vielfältig und durch die zusätzliche Bedienung mit Tablet und Handy sehr komfortabel.

DETAIL: Welche Vorteile sehen Sie für Bauherren, wenn Premium-Smart-Home-Lösungen im Objekt umgesetzt werden, worauf legen sie Ihrer Meinung nach den größten Wert?

Rappel: Der Komfortgewinn ist meiner Meinung nach der größte Luxus, aber ich sehe auch ganz konkrete Vorteile, beispielsweise im Bereich der Energie- und Ressourceneinsparung.
Kuri: Sicherheit ist bestimmt ein wichtiger Punkt, aber auch Komfort und Entertainment. Innerhalb kürzester Zeit das maximale Wohlbefinden erlangen zu können und das in den eigenen vier Wänden, ist begeisternd. Dass man sich dafür nicht mit einer sehr komplexen Technik beschäftigen muss, sondern einfach nur auf einen Knopf drückt, erhöht den Komfort zusätzlich.
Reichert: Das Besondere ist eigentlich das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Jede für sich ist eine interessante Sache, aber erst durch die Vernetzung der Komponenten entsteht die wirkliche individuelle Komfortlösung.

DETAIL: Wie sieht für Sie ein optimaler Planungsprozess für die Umsetzung intelligent vernetzter Komfortlösungen aus?

Kuri: Schon früh gilt es, die individuellen Bedürfnisse des Bauherrn abzufragen und die Planung darauf abzustimmen. Dazu gehört auch, ihn zu Erweiterungsmöglichkeiten zu beraten, um später adaptiv auf neue Anforderungen reagieren zu können. Komfortlösung kann ja auch bedeuten, dass manche Möglichkeiten oder Funktionen zunächst nur vorgesehen sind, um sie später bei Bedarf nachrüsten oder aktivieren zu können.
Reichert: Ein gutes Tool ist sicher die Profi-App, mit der die Bedürfnisse des Bauherrn step-by-step erfasst und dann zusammengeführt werden können. So lassen sich auch Faktoren erkennen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt messbar sind. Einen Bauherr vom Mehrwert solcher emotionalen Aspekte zu überzeugen, ist immer schwieriger als wenn es z.B. um das Thema Energieeffizienz geht. Hier kann auch das Testwohnen eine gute Hilfestellung sein.

DETAIL: Welche Vorteile sehen Sie für sich als Architekt?

Kuri: Die Vorteile liegen ganz klar in der Beratungs- und Planungsleistung. Hier können wir als Architekten eine Leistung anbieten, die mehrere Gewerke miteinander vereint.
Reichert: Bei der Beratung des Bauherrn kann der Markenverbund ein Vorteil sein, denn es sind Marken, die man kennt und ein bestimmtes Image transportieren, das für eine bestimmte Klientel passend ist.

DETAIL: Welchen Stellenwert wird Ihrer Meinung nach die Gebäudeautomation in der Zukunft einnehmen?

Kuri: Vernetzte Technik wird immer mehr unseren Alltag begleiten. Die Systeme werden noch nutzer- und bedienerfreundlich und mit einer größeren Marktdurchdringung auch kostengünstiger werden. Heute besitzt fast jeder ein Smartphone, morgen will der Nutzer damit auch seine Gebäudetechnik steuern.
Reichert: Wir sehen hier eine ähnliche Entwicklung wie im Automobilsektor – vieles, was anfangs nur im Luxussegment eingebaut wurde, ist inzwischen Standard. Bei Gebäuden weit verbreitet sind z. B. schon Heizungssteuerung oder elektrisch gesteuerte Jalousien. Diese Entwicklung wird sicher weitergehen. Denn je mehr Objekte mit solchen Technologien umgesetzt werden, umso mehr Leute lernen die Möglichkeiten kennen und werden sie dann auch einfordern. Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist dabei eine einfache intuitive Benutzerführung, welche die Bedienung selbstverständlich macht.
Rappel: In einem bestimmten Segment werden solche Systeme sicher bald zum Standard gehören. Vor allem die Aspekte der Zugangskontrolle sowie der Tages- und Kunstlichtsteuerung. Überzeugt hat mich auch die Möglichkeit, alle Verbraucher beim Verlassen der Wohnung mit nur einem Knopf abzuschalten. Die Komponenten aus dem Wellnessbereich sehe ich auch in Zukunft eher im Luxussegment.

DETAIL: Könnten Sie sich vorstellen, die Nutzung des Testwohnens einem vielleicht noch unentschlossenen Bauherrn zu empfehlen?

Rappel: Ja, unbedingt. Vor allem zum momentanen Zeitpunkt, wo solche Lösungen noch nicht so verbreitet sind, kann so ein Testwohnen sehr hilfreich sein. Je mehr Leute diese Systeme verbauen, desto weniger wird man die Musterwohnung benötigen. Potenzielle Bauherren sehen das dann im Bekanntenkreis und sind deutlich schneller überzeugt. Ich könnte mir auch vorstellen, das Loft gemeinsam mit einem Bauherrn zu besuchen.

DETAIL: Haben Sie noch Optimierungsvorschläge?

Kuri: Schön wäre, wenn sich die Komfortlösung auch über Sprache steuern lassen würde, denn nicht immer hat man beide Hände frei oder das Tablet greifbar.
Reichert: Einen Mehrwert fände ich auch, wenn das System noch einfacher auf verschiedene Nutzer reagieren könnte, das es mich persönlich via Sensor erkennt und dann z.B. meine Musik spielt und nicht nur ein voreingestelltes Szenario. Auch eine Steuerung durch Fingerprint wäre denkbar. Zudem sollten die Systeme so ausgelegt sein, dass ich bestimmte Funktionen vorrüsten kann, die ich vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt in Betrieb nehmen möchte.
Rappel: Ich würde mir wünschen, dass das ganze noch multimedialer wird, aber das ist derzeit ja schon in Planung.

Wir bedanken uns bei:
www.kuriarchitekten.de (Julia Streit, Thomas Kuri)
www.tauber-hausbau.de (Bianca Reichert)
www.stockwerk-1.de (Christian Rappel)

Weitere Informationen zu den beteiligten Marken Gira, Dornbracht, Revox, Miele und Vaillant sowie der Profi-App für Architekten finden Sie unter:
www.connected-comfort.de/die-marken
www.connected-comfort.de/profi-app

Kurze Werbepause

Testwohnen im Connected Comfort

Foto: Connected Comfort

Danijel Segecic vom Connected Comfort Netzwerkpartner Sedlmayr bad & wellness GmbH begrüßt Julia Streit und Thomas Kuri im Loft und macht sie mit dem System vertraut.

Testwohnen im Connected Comfort

Foto: Connected Comfort

Architektin Bianca Reichert im Gespräch mit DETAIL Redakteur Tim Wesphal.

Testwohnen im Connected Comfort

Foto: Connected Comfort

Trotz eines vollen Terminkalenders nahm sich Architekt Christian Rappel Zeit für das Testwohnen.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2015
Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.