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Trilux, Beleuchtung, Tiefgarage, Fahrrad

Tiefgarage für Fahrräder mit imposantem Licht

Marco Serra hat die Fahrrad-Tiefgarage unter dem Novartis Campus als zusammenhängende Halle mit einer übersichtlichen Perimeterwand konzipiert. Die Vorhangwand aus gewelltem Beton ermöglicht es durch Vibration und Lichtbrechung dem Nutzer, sich zu orientieren. Die Formensprache der Wellenwand setzt sich in 16 großen, runden Deckenrücksprüngen fort, die die relativ niedrige Deckenhöhe von 2,80 m im Verhältnis zum hallenartigen Raum spürbar erhöhen. Die großen Lichtfelder sollen die Assoziation zu Oberlichtern herstellen.

Die 16 leuchtenden „Räder“ entwarf und konstruierte Licht Kunst Licht und ließ sie anschließend vom Leuchtenhersteller Trilux fertigen. Anhand von kleinen Material- und Lichtmustern wurde der Lichteffekt zunächst im Büro getestet, anschließend ein 1:1-Mockup erstellt, das zunächst in einer Trilux-Produktionshalle aufgebaut und mehrmals hinsichtlich Fugen, Position der LEDs, Lichtfarbe, etc. angepasst wurde.
Jede Sonderleuchte besteht aus einer ringförmigen, geneigten Schale aus weiß eingefärbtem, transluzenten PMMA, welche in 12 Einzelsegmente unterteilt wurde. Neben dem Anspruch, die Ringleuchte insektendicht zu bauen, stellten die konstruktionsbedingten Bautoleranzen des Rohbaus von ± 2 cm eine große Herausforderung dar. Als Lichtquelle dient ein 120° abstrahlendes LED-Band, welches zusammen mit den Betriebsgeräten an einem rückseitigen Montageblech befestigt ist und die PMMA-Fläche umlaufend homogen mit neutralweißem Licht hinterleuchtet. Eine tageslicht- und präsenzabhängige Lichtsteuerung garantiert eine Lichtlösung, die sicherstellt, dass bei Betreten der Tiefgarage eine Grundhelligkeit von mind. 150 lx erreicht wird, um Orientierung und das Gefühl von Sicherheit zu gewährleisten.

Die Mitarbeiter erreichen ihren Parkplatz über eine Rampe, bzw. zwei großzügige Treppen, die den Raum mit dem darüberliegenden Park verbinden. In die Betonwand integrierte, bodennahe Wandeinbauleuchten erhellen nachts den Zugang. Über ihre asymmetrische Lichtverteilung werden die Stufen der Treppenhäuser sowie die Oberfläche der Rampe gleichmäßig beleuchtet, ohne dabei die Wände einzublenden.

Der über der Fahrradtiefgarage liegende Park wurde von den US-amerikanischen Landschaftsarchitekten Good Form Studio aus Columbus, Ohio geplant. Das gläserne Dach des Pavillons wird über die Jahre mit Weinreben überwachsen. Unter dem Dach sind über Spannkabel freistrahlende LED-Lampen integriert. Pollerleuchten illuminieren den Weg durch den Park und das Holzdeck.  

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