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Topographie des Terrors

Gerade ist das neue Dokumentationszentrum mit der vollständig überarbeiteten Dauerausstellung „Topographie des Terrors” (im Haus) sowie dem neuen Geländerundgang auf dem Prinz-Albrecht-Gelände im Berliner Stadtteil Kreuzberg für die Besucher eröffnet worden.

Zwischen 1933 bis 1945 befanden sich neben dem Martin-Gropius-Bau zum einen die Zentrale der GeStaPo, der geheimen Staatspolizei, die Reichsführung-SS und während des Krieges das Reichsicherheitshauptamt. Für Zeitzeugen ein Ort des Schreckens, für Jüngere ein historischer Ort, eng verbunden mit den Berichten über die Gräuel der Nazi-Diktatur. Es ist „Ort der Täter“. Die zeitgenössische Architektur muss dieser Geschichte Rechnung tragen.

Eine lange Baugeschichte geht der heutigen Bestimmung des Geländes voraus: Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde es zunächst gewerblich genutzt. Erst Ende der 1980er Jahre entschlossen sich die Berliner zu einer Öffnung des Geländes. Gebäudereste wurden frei gelegt. Ergänzend wurde in einem Ausstellungspavillon die Geschichte des Ortes dokumentiert. Das jedoch sollte nur eine Übergangslösung sein und man schrieb einen Architekturwettbewerb aus. Der erste scheiterte, der zweite auch. Eigentlich sollte der Bau bereits 1998 fertiggestellt werden, doch entweder schien der Umgang mit dem historischen Gelände nicht angemessen, oder die Kosten explodierten.

Der Entwurf des Architekten Peter Zumthor kam zunächst zwar gut an, doch stoppte man den Bau 2004 aufgrund explodierender Kosten. 2006 gewannen dann schließlich die Architektin Ursula Wilms, Büro Heinle, Wischer und Partner und der Aachener Landschaftsarchitekt Professor Heinz W. Hallmann den Architekturwettbewerb zum historisch angemessenen und kostengünstigen Bau des NS-Dokumentationszentrums in Berlin.

Beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sind Modell, die Visualisierungen und der Lageplan des Entwurfs von Architektin Ursula Wilms und Landschaftsarchitekt Professor Heinz W. Hallmann hinterlegt.

Fotogalerie zur Entstehung des Gebäudes Zum Bundesamt für Raumordnung

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