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Traditionelles Bauernhaus trifft auf futuristischen Beton

Es ist ein für das Münchner Umfeld typisches Kleinbauernanwesen. Heute ist der Hof das letzte Zeugnis einer bäuerlichen Baukultur im Zentrum von Alt-Riem, dessen ursprüngliche äußere Erscheinung noch in großen Teilen erhalten ist. Fast verfallen wird das unter Denkmalschutz stehende Objekt 2013 von Investor Stefan Höglmeier erworben. Gemeinsam mit Architekt Peter Haimerl machte er sich an die Sanierung und den Umbau.

Die architektonische Konzeption geht von zwei Prämissen aus: Erhalt historischer Bausubstanz bei gleichzeitiger Einführung einer räumlichen Innovation. Daher wird »nur« ein markantes, raumbildendes Element eingefügt: ein um 45° gedrehter Kubus aus Beton. Dieser wird so in den Dachstuhl des weitgehend entkernten Gebäudes eingefügte, dass er sich an der Geometrie des Bestands orientiert. Innerhalb dieses auf die Spitze gestellten Kubus findet sich eine hochmoderne Einheit in dem ehemaligen Stall des Anwesens. Diese besticht durch den Ausbau mit nur drei Materialien – Beton, Holz und Filz. Das so reduzierte Interieur lenkt die Aufmerksamkeit auf die spezielle Architektur. Außerhalb des Kubus existiert in engem Bezug zum Bestand eine zweite Einheit, die das Historische so weit als möglich erhält und spürbar werden lässt. Da sich der Betonkubus von Norden nach Süden staffelt, verschränken sich Raumteile des Bestands mit Elementen des Kubus.

Wo es baulich möglich war, wurde die bestehende Substanz erhalten und als solche gekennzeichnet. Das zeigt sich an der Fassade, vor allem jedoch im Innern im Bereich der gezimmerten Wände und Holzdecken. Ihre zahlreichen Farbschichten spiegeln farbliche Moden der vergangenen Jahrhunderte. Daher wurde auf einen vereinheitlichenden Anstrich der Wände verzichtet. Noch vorhandene Türen und Fenster sowie Fensterläden wurden erhalten, fehlende wurden behutsam rekonstruiert. Weitere Informationen: Euroboden GmbH, Grünwald

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2015
Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

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