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Transluzenter Findling: Serpentine Pavillon 2014

Der Architekt des diesjährigen Serpentine Pavillons 2014 ist der chilenische Architekt Smiljan Radic. Als jüngster und bisher unbekanntester Architekt unter seinen Vorgängern setzt er die Reihe international renommierter Architekten fort, die in den letzten 14 Jahren eingeladen wurden, die temporäre Ausstellungsstätte für die Serpentine Art Gallery in London zu entwerfen.

Ort: Serpentine Gallery, Kensington Gardens, London
Dauer: 26 Juni 2014 – 19 Oktober 2014

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Serpentine Pavillion 2014, Foto: ©Iwan Baan

Seit dem Jahr 2000 entstehen mitten in den Londoner Kensington Gardens temporäre Sommerpavillons, die Besucher und Architekturliebhaber aus aller Welt anziehen. Im Auftrag der Serpentine Art Gallery werden für diese Projekte international anerkannte Architekten eingeladen, die als bedeutend für die zeitgenössische Architektur angesehen werden, jedoch noch kein Projekt in Großbritannien realisiert haben.  

Namhafte Größen wie Zaha Hadid (2000), Rem Koolhaas (2006), Frank Ghery (2008), Jean Nouvel (2010), Peter Zumthor (2011) und Herzog & de Meuron zusammen mit Ai Weiwei (2012) durften bereits einen Pavillon entwerfen, der den jeweiligen Sommer über für Veranstaltungen und Ausstellungen diente. Der Serpentine Pavillon gilt alljährlich sowohl für Touristen als auch Einheimische als eine der führenden Attraktionen in London. Die im letzten Jahr von dem japanischen Architekten Suo Fujimoto  gestaltete Gitterwolke aus Stahl wurde von der Öffentlichkeit begeistert aufgenommen und von 200.000 Gästen besucht.

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Serpentine Pavillion 2014, Foto: ©Iwan Baan

In diesem Jahr hat der Vorstand der Serpentine Gallery den bisher jüngsten und unbekanntesten Architekten beauftragt: Smiljan Radic hat sein Büro in seinem Heimatland Chile und gilt als Schlüsselfigur in der Entwicklung der heutigen chilenischen Architektur. Im Jahr 2001 wurde er als „Bester Architekt unter 35“ ausgezeichnet und hat bis heute Projekte in Chile, Japan und Österreich realisiert. Dazu zählen das Museo Chileno de Arte Precolombino und das Restaurant Mestizo, beide in Santiago.

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Innenansicht, Foto: ©Iwan Baan

Am 26. Juni 2014 wurde sein Pavillon in den Kensington Gardens eröffnet. Das begehbare Kunstwerk spannt Raum für kulturelle Veranstaltungen und Cafébetrieb auf, in seiner Form multifunktional und flexibel nutzbar.

Bei der Installation handelt es sich um einen amorphen Körper aus transluzentem Fiberglas, der wie eine weiße, ringförmige Muschel frei auf unterschiedlich großen Steinbrocken ruht und dessen Wände nachts leuchten. Durch die punktuelle Auflagerung des Bauvolumens soll es dem Besucher beim Blick in den Patio erscheinen, als schwebe der gesamte Körper über dem Boden.

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Nachtansicht, Foto: ©Iwan Baan
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