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Transparente Brandschutzlösung im Centre Pompidou-Metz

Schüco, Jansen, VISS Fire, Janisol, Brandschutz, Centre Pompidou-Metz, Stahlprofilsystemen

Das Centre Pompidou-Metz, eine Dependance des Pariser Centre Pompidou, fällt schon von Weitem durch seine außergewöhnliche Dachkonstruktion auf. Wie das Stammhaus in der französischen Landeshauptstadt ist es als multifunktionales Kunst- und Kulturzentrum konzipiert, mit Raum für Wechselausstellungen, Veranstaltungsbereiche und einer lichtdurchfluteten, flexibel nutzbaren Eingangshalle. Die verglaste Fassade lässt sich mit Hubtoren zum Vorplatz hin öffnen. Und auch im Inneren bestimmen Transparenz und Offenheit die Konstruktion – bis hin zum baulichen Brandschutz mit einer verglasten Stahlprofilkonstruktion: zwischen Foyer und dem Hauptschiff – der »Grand Nef« – sorgt eine raumhohe, verglaste Trennwand aus Stahlprofilen für Sicherheit.

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Das Centre Pompidou-Metz entstand nach dem Entwurf der japanischen Architekten Shigeru Ban (Tokio) in Zusammenarbeit mit Jean de Gastines (Paris) und Philip Gumuchdjian (London – während der Wettbewerbsphase beteiligt). Das Team hatte sich 2003 in einem international ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt. Bauherr ist der Gemeindeverbund Metz Métropole gemeinsam mit der Stadt Metz und dem Centre Pompidou. Das Gebäude entwickelt sich um einen zentralen, sechseckigen Kern, der Treppen und Aufzüge aufnimmt. Über diesen sind drei 90 m lange, 15 m breite Ausstellungsgalerien zugänglich, die sich unter der Dachkonstruktion überlagern. Ihre Fensterfronten, ausgerichtet etwa auf die Kathedrale von Metz, schaffen die optische Verbindung zwischen dem modernen Baukörper und dem kulturellen Erbe der Stadt. Die Dachkon­s­truktion selbst ist von einem traditionellen chinesischen Strohhut inspiriert, dessen Geflecht in ein Tragwerk aus Brettschichtholzträgern übersetzt wurde. Abends zeichnet sich das sechseckige Muster der Holzkon­struktion durch die transluzente Dachmem­bran ab, die diese Konstruktion überspannt. Aber auch tagsüber weist das Dach dem Besucher schon von Weitem den Weg. Vom Vorplatz aus gelangt er in das Forum mit Kassenbereich, Garderobe und Café.

Eine verglaste Stahlprofilkonstruktion trennt diesen Bereich vom größten der insgesamt vier Ausstellungsbereiche, der Grand Nef. An einer 18 m hohen Wand in der Grand Nef können Kunstwerke von außergewöhnlicher Größe präsentiert werden. Nach oben wird die Grand Nef von den drei Ausstellungsgalerien unter dem Dach begrenzt. Insgesamt bietet das Centre Pompidou-Metz rund 5000 m² Ausstellungsfläche. Darüber hinaus verfügt das Gebäude über ein Studio für Bühnenkunst sowie ein Auditorium mit 144 Plätzen für Filmvorführungen und Vorträge.

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Die Idee der Durchlässigkeit zwischen innen und außen ist ein zentrales Thema bei Shigeru Ban: Immer wieder wagt er es, das fundamentalste aller Architekturelemente – die Wand – wegzulassen. Dadurch gewinnt seine Architektur den einladenden Eindruck der Offenheit. In Metz sind es die mobilen Glasblenden, die darauf abzielen, die Wand zu »entmaterialisieren«. Diese Idee der Offenheit setzt sich auch im Inneren fort bei den ästhetisch sehr anspruchsvollen, großflächig verglasten Brandschutzkonstruktionen, die das Foyer von den Ausstellungsbereichen trennen. Diese wurden mit den geprüften Stahlprofilsystemen »Jansen VISS Fire« und »Janisol« von Schüco International KG realisiert: Die VISS-Fire Brandschutzwand sorgt für die geforderte räumliche Trennung zwischen der Eingangshalle mit Kassenbereich, Museumsshop und Garderoben und dem Treppenhaus. Die Türen mit der Brandschutzan­forderung EI30 sind aus Janisol-Profilen gefertigt. Brandschutzlösungen für Museen stellen ja oft ein besondere Herausforderung dar; in diesem Fall jedoch waren die Anforderungen der Baubehörde, die mit der Feuerwehr Metz vor Ort abgestimmt wurden, mit den geprüften Brandschutz-Profilsystemen von Jansen ohne Probleme zu erfüllen.

Übrigens: Im Centre Pompidou-Metz hat die Festverglasung Jansen VISS Fire ihre Feuerprobe bereits bestanden: ein Brand während der Bauphase konnte sich dank der bereits funktionstüchtig eingebauten Ab­trennung nicht weiter ausbreiten und somit keinen größeren Schaden anrichten.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2011

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