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fle­xible Glaswandsysteme von Strähle

Transparenz und Flexibilität im höchsten Bürogebäude der Schweiz

In Basel entstand unter Federführung des Architekturbüros Herzog & de Meuron mit Drees & Sommer als Generalplaner der 178 m hohe »Bau 1« für das Pharmaunternehmen Roche. Das sich nach oben verjüngende Hochhaus mit 41 Stockwerken führt 2000 Mitarbeiter zusammen, die bislang auf mehrere Standorte verteilt waren. Zielsetzung von Herzog & de Meuron war es, eine Hochhaustypologie zu entwickeln, die die interne Organisation der verschiedenen Funktionseinheiten fördert, die Kommunikation unterstützt und den Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze bietet.

Die Gliederung der Räume erfolgte mit fle­xiblen Glaswandsystemen von Strähle. Die Bürobereiche zeichnen sich durch lichtdurchflutetes Ambiente und hohe Flexibilität aus. Dafür sorgen der modulare Grundriss und die Konstruktion der Geschossdecken in Verbindung mit den versetzbaren Glaswandsystemen, die einen einfachen Umbau der Einzel-, Team- und Open-Space-Büros sicherstellen. Als wesentliches Element der transparenten Raumarchitektur sollten Wände und Türen durchgängig flächenbündig verglast und mit weißer Verklebung ausgeführt sein. Abhängig von Einsatzort und Nutzung wurden die Glaswände in unterschiedlichen Raumhöhen eingebaut, unter Berücksichtigung der Brandschutzauflagen und mit Schallschutzvorgaben von Rwp 44 bis Rwp 54 dB. So erfüllen die Wände und Türen zu den Kommunikationszonen die ­Anforderungen EI30.

Das doppelschalige »System 2300« mit raumhohen Glastüren verleiht den Etagen durch flächenbündige Verglasung aus Weißglas, weiße Verklebung und reduzierte Profile ein edles Ambiente – unabhängig von den variierenden Brand- und Schallschutzanforderungen, die durch Einsatz von 6 bzw. 8 mm starkem ESG- oder VSG-Sicherheitsglas erfüllt werden. Mit Siebdruck versehene Zwischen- und Flurwände sorgen für zusätzliche Diskretion in den Büros. Die das Interior prägende Kombination von Weiß und Glas findet sich in den Vorräumen der Aufzüge wieder.

Als Kontrast zu den schwarzen Stahlportalen der Aufzugslaibungen sind die Wände im Bereich der Aufzüge in jeder Etage von einer Glaswelle eingefasst, die als Vorsatzschale vor der Betonwand montiert ist. Mit ihrer reduzierten Formensprache unterstützen sie die hochwertige, auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter ausgerichtete Architektur. Die Glaswände von Strähle erfüllten die hohen Anforderungen der Architekten und Generalplaner an Erscheinungsbild und Verarbeitungsqualität und konnten darüber hinaus sämtliche Brandschutzanforderungen erfüllen. Es galt, komplexe Funktionstüren aus Glas zu liefern und Sonderkonstruktionen nach Vorgaben der Architekten umzusetzen. Zudem wurde vom Hersteller erwartet, große Stückzahlen in kurzen Zyklen zu fertigen und zu montieren.

Zu der für Hochhäuser typischen Herausforderung, den vertikalen Materialfluss reibungslos zu organisieren, verlangte das Projekt eine besondere örtliche Logistik. Das vollständig verbaute Areal bot praktisch keine Flächen für Transport und Lagerung. Außerdem musste mit Rücksicht auf die Anwohner der Verkehr auf ein Minimum reduziert werden. Die Lieferanten waren deshalb gefordert, einen in der Peripherie von Basel gelegenen Checkpoint anzufahren. Nach der Registrierung wurden die Lkws der Reihe nach auf die Baustelle disponiert. Durch ein verlässliches Zeitmanagement und die Anlieferung der Glaswandsysteme aus dem Werk in Waiblingen mit mehr als 200 Lkws konnten diese besonderen Herausforderungen gemeistert werden. Insgesamt wurden über 8000 lfd. m Glaswände und 950 Türen verbaut.

Weitere Informationen: Strähle Raumsysteme GmbH, Waiblingen

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2016
Licht und Innenraum

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