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Madrid, Penthouse, Langarita, Miguel de Guzmán

Über den Dächern von Madrid: Penthouse H von Langarita-Navarro

Das Dachgeschoss-Apartment befindet sich in dem nördlichen Viertel Salamanca im siebten Stock eines Bourgeoisie-Gebäudes aus dem 20. Jahrhundert. Während sich unten die Wege durch die schmalen Häuserschluchten schlängeln, offenbart sich hoch oben eine abwechslungsreiche Dachlandschaft, in die sich Penthouse H mit seinem langgezogenen Grundriss einreiht. Die beiden Außenfassaden mit Nord- und Südausrichtung öffnen sich zu einladend über die gesamte Wohnungsbreite verlaufenden Terrassen. Ein 7 m hohes Giebeldach überspannt großzügig das zentrale Hauptvolumen. An seiner westlichen Längsseite betritt man das Apartment und wird sofort von einem hellen und freundlichen Ambiente empfangen. Der Raum gliedert sich in einen loftartigen, zweigeschossigen Bereich zur rechten und ein Wohnzimmer zur linken Seite. Letzteres ist geprägt von einem eindrucksvollen Panoramafenster, dessen Verglasung von schwarzen Stahlrahmen eingefasst und strukturiert ist. Eine integrierte zweiflügelige Tür führt auf die kleinere der beiden Terrassen; sie wird von einem Erkertürmchen flankiert und wartet mit Ausblicken auf die umgebenden Bauten auf.

Die rechte Hälfte des Hauptraums ist geprägt von einer eingezogenen Zwischendecke — von oben abgehängt mittels feiner Stahlseile. Sie fungieren als Absturzsicherung und geben der Konstruktion einen schwebenden, beinahe immateriellen Charakter. Neben ihrer statischen hat die Decke auch eine belüftende Funktion: Die Vorderkante bildet ein schwarzer Stahlträger, mit integrierten Lüftungsrohren, die Untersicht zeigt sich in weißem Wellblech. Während das obere Niveau ebenfalls dem Wohnen gewidmet ist, befindet sich direkt darunter der Kochbereich. Dieser besteht aus einem U-förmigen Einbau mit mintgrünen Fronten. Er ist offengehalten und orientiert sich mit seiner Arbeitsfläche zum Wohnzimmer. An der gegenüberliegenden Seite bietet er raumhohen Platz für Stauraum und ist darüber hinaus die Verblendung der schmalen Treppe, über die man auf die Galerieebene gelangt. Das helle Holz des Treppenraums kontrastiert mit den dunklen Pinienholzdielen des durch sämtliche Innenräume laufenden Fußbodens.

Direkt neben der Küche schließt der Korridor an, über den man in Richtung Süden zuerst zu den Bädern und schließlich zu zwei getrennten Schlafräumen gelangt. Beide sind mit Schrankwänden ausgestattet und führen jeweils weiter auf eine zweite, deutlich größere Terrasse, die als Außenwohnraum fungiert. Ein Mix aus rankenden Pflanzen machen diesen Ort im Sommer zu einer schattigen Oase inmitten der Hitze Spaniens.

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Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL inside 2/2018.

Weitere Artikel zur Ausgabe DETAIL inside 2/2018 finden Sie hier. 

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
INSIDE I2/2018
inside 2/2018

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