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Überdachtes Panorama: Solo House in Spanien von Office Kersten Geers David van Severen

Überdachtes Panorama: Solo House in Spanien

Die Küste Spaniens ist zugebaut, der Luxusurlauber weicht daher ins Hinterland aus. So lässt sich – cum grano salis – das Projekt »Solo House« des Pariser Immobilienentwicklers und Galeristen Christian Bourdais beschreiben. Im Niemandsland der Grenzregion zwischen Katalonien und Aragón, etwa gleich weit von Barcelona, Valencia und Zaragoza entfernt, will er 15 Ferienhäuser und ein Hotel nach Entwürfen der kommenden Architektengeneration errichten. Das erste »Solo House« von Pezo von Ellrichshausen aus Chile steht schon, das zweite von Office Kersten Geers David van Severen (KGDVS) wurde eben fertiggestellt. Weitere Entwürfe sollen unter anderem Sou Fujimoto, Christ & Gantenbein, Didier Faustino, Studio Mumbai und Kuehn Malvezzi liefern. Für das Hotel zeichnet der Architekt Smiljan Radic verantwortlich.

Der Name der Häuser ist Programm: Zahlungskräftige Kunden sollen hier stressfrei die Natureinsamkeit des spanischen Hinterlands erleben können. Hinkommen, so betont Bourdais, ist kein Problem: Der nächste Flughafen, Reus, ist nur 75 Autominuten entfernt, und lediglich eine Dreiviertelstunde ist es bis zur Mittelmeerküste.

Der Neubau von KGDVS steht auf einer kleinen Anhöhe mit Panoramablick. Ringsum Buschland und lichte Kiefernwälder. Im Grunde ist das Haus nicht viel mehr als ein Dach. Doch das hat es in und vor allem auf sich: Ein Betonring mit 45 Metern Durchmesser ruht auf viermal neun Stahlstützen. Auf der Dachfläche platzierten die Architekten eine Reihe farbiger, von dem Künstler Pieter Vermeersch gestaltete Skulpturen, die sich beim näheren Hinsehen als Wassertanks und Solarmodule entpuppen. Einen Anschluss ans Strom- oder Wassernetz hat das Haus nach Angaben von KGDVS nämlich nicht.

Unter dem Dachring bietet das Haus vor allem viel Freiraum – und daneben drei je 60 m2 große, mit Glaswänden umhüllte Einheiten zum Wohnen und Schlafen für vier Personen. Außen angebrachte Streckmetallpaneele und innen aufgehängte Vorhänge halten die tief liegende Sonne und (sollte es sie geben) unerwünschte Einblicke fern. Große Teile der Glasfassaden lassen sich aber auch zur Seite schieben, sodass die Hausherren bei Bedarf auch gleichsam »im Freien« übernachten können.

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