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Umnutzung der Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth

Im Zuge der anstehenden Bundeswehrreform wird die Alfred-Delp-Kaserne im Stadtteil Parkstadt bis Ende 2013 geschlossen werden. Für die Stadt Donauwörth stellt sich die Frage der Nachnutzung für das Kasernengelände – inwiefern können Bestandsgebäude neuen Nutzungen zugeführt werden und vorhandene Anlagen als ergänzende Angebote für die bestehenden angrenzenden Wohnquartiere verwendet werden?

Städtebauliches Hauptanliegen ist es, das frei werdende Militärareal mit der angrenzenden Parkstadt und der Wohnsiedlung am Schellenberg zu vernetzen. Zudem soll die Anbindung des Areals an die Altstadt verbessert werden. Es soll ein lebendiges Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten entwickelt werden, das in seiner Entwicklung energiesparend, ökologisch, generationenübergreifend sowie naherholungs- und freizeitorientiert ausgerichtet ist. Dafür sollen im Rahmen des Wettbewerbes Europan 12 Ideen und Konzepte gefunden werden. Gesucht wird ein robustes Gesamtkonzept, das eine phasenweise Entwicklung ermöglicht.

Umnutzung der Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth, Lageplan des Areals
Lageplan des Kasernen-Areals

Gewinner: Kept soil
Team: Valentin Cordebar, Raphael Masson (beide Frankreich)

Die Arbeit besticht durch einen stringenten konzeptionellen Ansatz, der den ressourcenschonenden Umgang mit den vorhandenen Strukturen in den Mittelpunkt stellt: Unmittelbar aus dem Gebäudebestand und der vorhandenen Infrastruktur wird die Struktur für die weitere Entwicklung abgeleitet. Es wird die Entwurfsthese aufgestellt, dass über die schon versiegelten Flächen hinaus keine weiteren Flächen versiegelt werden dürfen. Die vorhandenen Gebäude werden auf die statisch nutzbaren Elemente reduziert.

Umnutzung der Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth, Haustyp 1
Haustyp 1
Umnutzung der Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth, Haustyp 2
Haustyp 2
Umnutzung der Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth, Haustyp 3
Haustyp 3

Beispielhaft werden drei Gebäudetypologien vorgeschlagen, die aus diesen Grundelementen entstehen können: aus ehemaligen Unterkunftsgebäuden werden Stadthäuser, ehemalige Kfz-Hallen werden zu individuellen Wohnmodulen umgenutzt. Auf den erhaltenen Bodenplatten der ehemaligen Fahrzeughallen sollen frei stehende Wohneinheiten entstehen. In der Summe entsteht ein differenziertes Angebot unterschiedlicher Wohntypen in einer insgesamt für das Stadtquartier angemessenen Dichte. Die bestehenden Wegeverbindungen zwischen Altstadt und ehemaligem Kasernengelände sollen aufgewertet werden. Durch die Arbeit wird die These aufgestellt, dass das städtebauliche Arrangement im nördlichen und zentralen Bereich der ehemaligen Kaserne hohe räumliche Qualitäten aufweist.

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DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

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