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Dietmar Feichtinger Architectes, Ostende, Bahnhofsumbau

Unterm Polycarbonathimmel: Bahnhofsumbau in Ostende

Im modernen Bahnhofsbetrieb spielen viele der einst mit viel Geld errichteten, repräsentativen Empfangsgebäude nur noch eine Nebenrolle. Das ist auch in der belgischen Küstenstadt Ostende so: Relativ bezugslos steht das 1913 errichtete Hauptgebäude neben den Gleisen des Kopfbahnhofs am Hafenrand. Wer hier anreist, kommt nur noch mit dem Schiff über den Ärmelkanal weiter – oder aber mit der „Kusttram“, die auf 67 km Länge die Städte an der belgischen Kanalküste miteinander verbindet. Rund um den Bahnhof war über die Jahrzehnte ein immer verwirrenderer Mix aus Nebengebäuden und Parkplätzen entstanden, den es dringend zu entwirren galt. 2012 startete hierzu das Großprojekt „Station aan Zee“, das nun mit der Fertigstellung der neuen Bahnhofshalle von Dietmar Feichtinger Architectes einen neuen Meilenstein erreicht hat.

Mehr als 20.000 m2 überbaute Fläche umfasst das Bauvorhaben, darunter ein neues Dach für Bahnsteige und Tramhaltestelle, eine unterirdische Fahrradgarage mit 770 Plätzen und ein viergeschossiges Autoparkhaus neben den Gleisen. Bahnsteigdach und Parkhaus sind gleichermaßen aus Stahl konstruiert. Das große, shedartige Dach ist mit transluzenten und teils farbigen Polycarbonatplatten gedeckt und basiert auf einem Stahlträgerrost mit 17 m Achsabstand. Er ruht auf schlanken Stützen aus je vier Stahlrohren, die am Fußpunkt gelenkig gelagert und am oberen Ende biegesteif in das Dach eingespannt sind.

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