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Unterschiedliche Ansprüche - ein Material

Rieder, fibreC, Ferro, Glasfaserbeton, Beton, Fassade
Foto: Rasmus Norlander

Der österreichische Betonspezialist Rieder hat es sich zur Aufgabe gemacht, Beton auf eine andere Art und Weise wahrzunehmen. Seine Vision von einer leichten und zugleich stabilen Platte aus Beton, die Wetter und Umwelteinflüssen standhält und dabei nachhaltig und ästhetisch ist, prägte die Entwicklung von »fibreC«. Die großformatige Platte aus Glasfaserbeton für den Einsatz an der vorgehängten hinterlüfteten Fassade wird, laut Hersteller, auch bei Deutschen Architekten und Planern immer beliebter. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zeigen drei kürzlich fertiggestellte Projekte von Hamburg bis Stuttgart: Die Coffee Plaza liegt im westlichen Teil der Hamburger HafenCity und ist ein Zentrum der deutschen und internationalen Kaffeewirtschaft sowie verwandter Branchen. Der Entwurf des Gebäudes stammt von Richard Meier & Partners. FibreC überzeugte die Planer hier nicht nur optisch, sondern vor allem auch wegen der hohen Anforderungen, die die Fassade an Witterungsbeständig- und Langlebigkeit stellte. Zum Einsatz kamen 800 m2 in der Farbe Anthrazit und der sandgestrahlten Oberfläche »Ferro«.

Bei den sogenannten Kölner Kranhäusern, die Hadi Teherani bereits vor 20 Jahren geplante hatte, achteten Planer und Bauherren bei der Auswahl der Werkstoffe vor allem auch auf Öko-Profil und Schadstofffreiheit. Für den jüngsten der »Kräne«, in dem sich 133 Luxuswohnungen befinden, verbaute man 1500 m2 elfenbeinfarbige fibreC-Platten. Die Paneele sind weder chemisch behandelt noch lackiert, sondern komplett durchgefärbt. Um ökologsichen Ansprüchen gerecht zu werden, wird bei der Produktion mit natürlichen Rohstoffen gearbeitet, der Energieverbrauch ist im Vergleich zu alternativen Fassadenbekleidungen gering.

Rieder, fibreC, Ferro, Glasfaserbeton, Beton, Fassade
Foto: Ditz Feijer

Wirtschaftlichkeitsberechnungen und hohe Ansprüche an die Energieeffizienz spielten beim Neubau des SWR-Funkhauses in Stuttgart eine nicht unerhebliche Rolle. Sie fielen zugunsten einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade aus. Kontrollierbare Herstellungskosten, witterungsunabhängige Montage, eine hohe Lebensdauer und Wartungsfreiheit waren neben der guten bauphysikalischen Eigenschaften und der modernen Betonoptik ausschlaggebend für den Einsatz von fibreC. Rund 5500 m2 des Produkts in den Farben Silbergrau, Anthrazit, Elfenbein und weiteren Sonderfarben ließen die Braunschweiger Architekten Hans Struhk an der Fassade verbauen. Die Oberflächen sind sandgestrahlt. Neben der gröberen Struktur »Ferro« wurden beim SWR-Neubau auch Platten in der feineren Optik »Ferro light« eingesetzt.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2011

Massive Bauten

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