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Nachhaltiges Bauen, Alpine Architektur, Monte-Rosa-Hütte, Wallis, Schweiz, Energiespeicher, Solarthermie, Photovoltaik, Siemens Smart Infrastructure, Siemens

Upgrade: Neue Batteriespeicherlösung für die Monte-Rosa-Hütte

In den Walliser Alpen beeindruckt der Neubau der Monte-Rosa-Hütte seit über 10 Jahren alpine Bergsteiger. Der nach einem Studierendenprojekt der ETH Zürich entworfene „Bergkristall“, wie die Hütte genannt wird, befindet sich in 2883 m Höhe und rund 100 m oberhalb der ursprünglichen Schutzhütte von 1894, die inzwischen vollständig rückgebaut ist. Der digital geplante Neubau wurde in Holzbauweise errichtet und mit Aluminium verkleidet. Die Lage bedingt einen hohen Grad an Selbstversorgung mit Energie. Hierzu tragen unter anderem eine in die Südfassade integrierte Photovoltaikanlage sowie thermische Sonnenkollektoren bei.

Lithium- statt Bleibatterien
Sämtliche Daten zur Gebäudeleistung, wie zum Beispiel der erzeugte Solarstrom oder die Batterieleistung, fließen seit 2010 im Siemens Navigator zusammen, einer cloudbasierten Plattform für Gebäudeperformance. Die kontinuierliche Auswertung der Energieflüsse ließ darauf schließen, dass die seit der Eröffnung genutzten Bleibatterien bald ihr Lebensende erreicht hätten. Daher veranlassten die Betreiber, eine neue Batteriespeicherlösung zu finden. Das Unternehmen Siemens erhielt den Auftrag für die Neuplanung und ersetzte letztendlich 48 Bleibatterien durch 14 Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien (LFP) mit einer Kapazität von 215 kWh. In Kooperation mit der regionalen Fluggesellschaft Air Zermatt wurden die rund 8,6 t Bleibatterien abtransportiert und rund 2,7 t schweren Lithium-Batterien zur Monte-Rosa-Hütte geflogen. Dank einer vorangegangenen Erprobung von zwei Batterien gelang es, die neu installierten Energiespeicher innerhalb von zwei Tagen erfolgreich mit dem Energieversorgungssystem zu verbinden.

Höhere Effizienz und Autarkie
Der schon vorher hohe Energieautarkiegrad der Hütte lässt sich mit der neuen Batterielösung zusätzlich steigern, weil das für schlechtes Wetter vorgesehene Stromaggregat entlastet wird und die neuen Batterien über eine höhere nutzbare Kapazität verfügen. Mit der Umsetzung des Projekts wird laut Hersteller die sichere, energieeffiziente und nachhaltige Energieversorgung der Monte-Rosa-Hütte zu jeder Tageszeit und bei jeder Wetterlage noch weiter erhöht.

Den Prozess zeigt dieses Video des Herstellers in Bildern.

Weitere Informationen unter:
www.siemens.de/smart-infrastructure

 

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Die Monte-Rosa-Hütte der Sektion Wallis des Schweizer Alpen-Club in 2883 m Höhe: Ein Vorzeigeprojekt nachhaltigen Bauens aus dem Jahr 2009.

Foto: Siemens AG

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Die Planung und Entwicklung der neuen „Berghütte der Zukunft“ erfolgte durch die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums. 33 Studierende waren beteiligt, die Planungszeit betrug 6 Jahre.

Foto: Siemens AG

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