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Verbundglasfassade für Lissabonner Bürogebäude

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Foto: Facal

20 m hoch und 10 m breit ist die der Straße zugewandte Verbundglasfassade des Explorer Bürogebäudes von Bouygues Imobiliária im Lissabonner Stadtteil Parque das Nações. Durch die hochfeste und hochsteife »SentryGlas« Zwischenlage von DuPont konnten dafür deutlich dünnere und damit leichtere Glaselemente verwendet werden, als dies bei Verwendung herkömmlicher Zwischenlagen aus PVB möglich gewesen wäre. Dabei widerstehen die Scheiben hohen Windkräften. Im Falle eines Glasbruchs kombinieren sie eine hohe Resttragfähigkeit mit einer sicheren Haftung der Scherben an der Zwischenlage. Das geringere Gewicht ermöglicht den Einsatz kleiner, unauffälliger Punkthalterungen. Die Konstruktion und Installation der Fassade übernahm das Unternehmen Facal, Santo Tirso/Portugal. Vicer, Maia/Portugal, hat die rund 40 dafür verwendeten Verbundglasscheiben hergestellt. Ein herkömmlicher Laminataufbau mit einer PVB-Zwischenlage hätte zwei je 12 mm dicke Glasscheiben erfordert, um den spezifizierten Windkräften zu widerstehen. Entsprechend groß dimensioniert und damit teuer wären das dafür erforderliche Tragwerk und die zugehörigen Punkthalterungen geworden. Weil die Sen­tryGlas-Zwischenlage fünfmal fester und rund 100-mal steifer ist als PVB-Zwischen­lagen, können damit hergestellte Glaskon­struktionen bei gleicher Belastbarkeit dünner ausgeführt werden. So bietet bei der Fassade des Explorer Gebäudes ein Verbund aus 10 mm thermisch vorgespanntem Glas, 1,52 mm SentryGlas und 8 mm getempertem Glas die erforderliche Sicherheit. Dies entspricht einer Minderung der Glasdicke und damit des Gewichts um 25 %. Dadurch konnte Facal nicht nur ein kleiner dimensioniertes Punkthaltersystem entwickeln, auch die Herstellung und die Installation der Fassade wurden kostengünstiger als bei Verwendung von PVB.

Zwei weitere Eigenschaften von Verbund­sicherheitsglas mit der SentryGlas-Zwischenlage sprachen für den Einsatz, wie ein Sprecher von Facal erläutert: »Glasfassaden in Lissabon sind besonders gefährdet, weil die Stadt in einem seismisch aktiven Gebiet liegt. Zum einen sorgt die hochfeste und hochsteife Zwischenlage dafür, dass die Scheiben auch nach Glasbruch als Einheit mit sehr hoher Resttragfähigkeit erhalten bleiben. Zum anderen bleiben die einzelnen Bruchstücke sicher an der Folie haften. So fallen keine Scherben zu Boden, die Passanten verletzen könnten.« Darüber hinaus kombiniert die SentryGlas-Zwischenlage laut Hersteller eine hohe, kristallklare Transparenz mit nahezu universeller Beständigkeit gegen Vergilben und guter Kantenstabilität der damit hergestellten Verbunde.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 9/2010

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